Neues Google-Zentrum in München Mitarbeiter werden mit „gBräu“ bei Laune gehalten

Google eröffnet in München sein neues Entwicklungszentrum. Der Tech-Konzern arbeitet dort am Webbrowser Chrome – und am Datenschutz. Die Mitarbeiter werden mit vielen Extras bei Laune gehalten.

MünchenDas Silicon Valley kommt in München bayerisch daher. Natürlich ist alles im Firmenstil schön bunt im neuen Entwicklungszentrum von Google in München. Doch die Toiletten sind mit Dirndln und Lederhosen markiert, im Erdgeschoss soll das „Café Wiesn“ die Mitarbeiter zur kreativen Rast locken, ausgeschenkt wird das selbstgebraute Bier „gBräu“ – natürlich unter Beachtung des Reinheitsgebots.

800 Beschäftigte sollen hier einmal arbeiten in der Nähe der - das passt für einen IT-Konzern - Hackerbrücke. Bayerisches Flair, das macht den Standort auch für amerikanische Mitarbeiter attraktiv, in der Kantine wird vornehmlich englisch gesprochen. Der alte, zu eng gewordene Standort war in der Nähe des Hofbräuhauses, nun ist immerhin die Theresienwiese mit dem Oktoberfest zu Fuß erreichbar.

IT-Konzerne wie Google liefern sich einen Wettbewerb um die besten Köpfe. Zwar betont Entwicklungschef und Standortleiter Wieland Holfelder, dass die Personalsuche kein Problem sei. Im IT-Bereich sei der Suchmaschinenbetreiber seit Jahren der attraktivste Arbeitgeber, zwei Millionen Bewerbungen sichte man weltweit jedes Jahr . „Wir suchen uns die besten Leute aus und dann versorgen wir sie gut mit allen möglichen Goodies, damit sie bei uns bleiben“, sagt Holfelder.

Und so gibt es im neuen Entwicklungszentrum die Annehmlichkeiten, die man aus dem Silicon Valley so kennt – und die den Nebeneffekt haben, dass die Mitarbeiter noch mehr Zeit am Arbeitsplatz verbringen. Das kostenlose Fitness Center im Google-Zentrum hat einen Personal Trainer, im Keller gibt es eine Fahrradwerkstatt, in den Ruheräumen Massagestühle.

Google unter Glas
Futuristisches Hauptquartier
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Google plant ein futuristisches Hauptquartier in Kalifornien unter gigantischen Glasdächern. Die zentrale Idee des Projekts sei Büroraum, den man frei umgestalten könne, erklärte der Internet-Konzern in einem Blogeintrag.

Internationales Architekten-Team
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Innerhalb der langgezogenen Glaskuppeln sollen mehrstöckige Büroflächen nach Belieben umgebaut werden können – etwa wenn Teams für neue Produkte gebildet werden. Die Federführung bei dem Projekt haben der dänische Architekt Bjarke Ingels und der Brite Thomas Heatherwick.

Zentrale in Mountain View
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Google wurde von den Gründern Larry Page und Sergey Brin einst in einer kalifornischen Garage gestartet. Aktuell sind die Google-Büros auf mehrere Gebäude-Komplexe in Mountain View verteilt, die früher von anderen Technologiefirmen genutzt wurden.

Geplante Apple-Zentrale
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Google ist damit das nächste Schwergewicht der Online-Wirtschaft, das sich ein ambitioniertes neues Hauptquartier geben will. Apple baut bereits an einem riesigen kreisförmigen Gebäude in Cupertino, das Ende 2016 bezugsfertig sein soll.

Geplante Amazon-Zentrale
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Der Online-Händler Amazon plant in Seattle eine Zentrale in großen Glassphären, für das Entwürfe von dem renommierten Architekturbüro NBBJ stammen. Für Facebook entwarf der Stararchitekt Frank Gehry ein Haus mit bepflanztem Dach. (Foto: NBBJ)

Fertigstellung 2020
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Wenn die nötigen Genehmigungen erteilt werden, sollen die ersten neuen Gebäude von Google am heutigen Sitz in Mountain View voraussichtlich zum Jahr 2020 fertig sein. Allerdings gibt es im Stadtrat von Mountain View einige Vorbehalte. So sagte ein Mitglied dem US-Sender ABC, man müsse die Folgen für den bereits starken Verkehr berücksichtigen und etwas gegen den Wohnraum-Mangel tun.

Natürlich gibt sich Google auch einen ökologischen Anstrich. Die Toiletten werden mit Regenwasser gespeist, die Küche setzt auf regionale und biologische Zutaten. Zweieinhalb Tonnen Orangen werden jeden Monat zu Saft gepresst, verkündet Standortchef Holfelder. Jede zweite Heizung könne ausgeschaltet bleiben – weil die Rechner genug Wärme produzieren.

Nicht nur bei der Innenausstattung nimmt Google Rücksicht auf lokale Befindlichkeiten.

München setzt auf Googles Weltruf
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