Neues Incentive-Programm
100-Millionen-Prämie für SAP-Chefs

Der Vorstand des Softwarekonzerns SAP soll im Jahr 2010 eine Barprämie von 100 Millionen Euro erhalten, falls sich die Börsenkapitalisierung des Dax-Konzerns bis Ende 2010 auf 89,6 Milliarden Euro erhöht hat.

tnt MANNHEIM. Der Vorstand des Softwarekonzerns SAP soll im Jahr 2010 eine Barprämie von 100 Millionen Euro erhalten, falls sich die Börsenkapitalisierung des Dax-Konzerns bis Ende 2010 auf 89,6 Milliarden Euro erhöht hat. Derzeit ist SAP an der Börse rund 56 Milliarden Euro wert. Weitere 200 Millionen Euro sollen im Rahmen desselben Prämienplans die wichtigsten Führungskräfte erhalten sowie Mitarbeiter, die besondere Leistungen erbringen.

Das gab der Aufsichtratsvorsitzende und Mitgründer Hasso Plattner im Rahmen der Hauptversammlung des Unternehmens bekannt. „Wir haben sehr ehrgeizige Ziele für das Unternehmen“, so Plattner. SAP erwartet 2006 ein Wachstum des Produktumsatzes von 13 bis 15 Prozent. Auch in den kommenden Jahren sei es machbar weiter zweistellig wachsen, so Plattner. Doch dafür müsse jedoch außergewöhnliches geleistet werden.

Deshalb hat der Aufsichtsrat die Auszahlung der Prämie auch an eine Reihe von Bedingungen gekoppelt. Dem Plan zugrunde liegt die Bewertung der SAP-Aktie vom Juli 2005. Zu diesem Zeitpunkt betrug die Marktkapitalisierung 44,8 Milliarden Euro. Bis Ende 2010 muss sich diese stabil verdoppelt haben. Erst wenn die durchschnittliche Marktkapitalisierung im dritten und vierten Quartal 2010 bei 89,6 Milliarden Euro liegt ist das Ziel erreicht.

Gleichzeitig muss die SAP-Aktie auch besser abschneiden als der Goldman Sachs Technology Index, um zu verhindern, dass allein Kursteigerungen bei High-Tech-Aktien den SAP-Managern zur Erfüllung ihrer Ziele reichen würde. Erreicht das Unternehmen nur weniger als 50 Prozent des gesteckten Ziels kommt es zu keiner Auszahlung. Zwischen 50 und 100 Prozent Zielerreichung kommt es zu einer entsprechend gestaffelten Auszahlung.

Willi Bender von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) kritisierte an dem Plan, dass ein Teil der gesteckten Ziele bereits durch die Kurssteigerungen seit Juli 2005 erreicht seien. Ein Sprecher begründete das mit der bereits länger zurückliegenden Entscheidung für das neue Prämienprogramm.

Außerdem wurde auf dem Aktionärstreffen auch eine kräftige Erhöhung der Aufsichtsratsbezüge beschlossen. Das Softwareunternehmen zahlt für das abgelaufene Jahr eine Dividende von 1,45 Euro je Stammaktie. Im Vorjahr lag diese noch bei 1,10 Euro.

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