Neunmonatszahlen
Napster-Streit belastet Bertelsmann

Hohe Zahlungen zur Beilegung des Streits um die Musiktauschbörse Napster und ein Millionen-Bußgeld im Kartellverfahren um Werbezeitenvermarktung haben bei Europas größtem Medienkonzern Bertelsmann den Gewinn einbrechen lassen.

HB GÜTERSLOH. In den ersten neun Monaten dieses Jahres lag der Konzerngewinn mit 132 Mill. Euro um fast zwei Drittel unter dem Vorjahreswert. Der Konzernumsatz sank wegen des Verkaufs des Musikverlages BMG Music Publishing und negativer Wechselkurseffekte um zwei Prozent auf 13,3 Mrd. Euro.

Das operative Ergebnis (Operating Ebit) des Medienriesen verbesserte sich aber nach der am Mittwoch veröffentlichten Zwischenbilanz um 4,7 Prozent. Dieses Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Sondereinflüssen wie Veräußerungsgewinnen und Restrukturierungskosten stieg auf 1,03 Mrd. Euro. Bereinigt um Firmenverkäufe liege das Plus sogar bei 13,6 Prozent, betonte der Konzern. Finanzvorstand Thomas Rabe sagte: „Bertelsmann hat in den ersten neun Monaten seine operative Ertragskraft weiter verbessert.“ Im Gesamtjahr wolle der Konzern unverändert bei Umsatz und operativem Ertrag im Vergleich zum Vorjahr bereinigt um Portfolio- und Wechselkurseffekte zulegen.

Der kostspielige Rechtsstreit um die ehemalige Gratis-Musiktauschbörse Napster schlug eine Kerbe in die Bilanz. Hinzu kamen 96 Mill. Euro für die Beilegung eines Kartellverfahrens gegen den Werbezeitenvermarkter IP Deutschland.

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