Warum hat Microsoft hier viel zu verlieren?
Heute wird der Umsatz für jede Windows-, Word- oder Office-Kopie direkt beim Verkauf verbucht. Bei „SaaS“ dagegen wird für jeden Nutzungsmonat eine geringe Gebühr erhoben. Das heißt, es wird nur Geld verdient, wenn der Kunde die Software viele Monate lang eifrig nutzt und zahlt. Vor vergleichbaren Herausforderungen stehen Firmen wie Oracle und SAP, die sich zunehmender Konkurrenz von web-basierten Anbietern wie Salesforce.com und Rightnow.com gegenüber sehen.
Wie will Adobe Geld verdienen, wenn Buzzword kostenfrei ist?
Denkbar wäre die Einblendung von Online-Werbung, wobei unklar ist, ob Kunden das hinnehmen würden. Eine weitere Möglichkeit wäre, die geplante Offline-Version extra zu verkaufen oder eine professionelle Büroversion mit erweitertem Umfang kostenpflichtig zu machen.
Wo ist denn der Unterschied zu MS Word oder zu Google Docs?
Buzzword (bereits als Betaversion online) hat erheblich weniger Funktionen als Microsoft Word, und die gehen nicht so weit in die Tiefe wie bei Word, wo man praktisch jede Kleinigkeit verändern kann. Im Vergleich zu Google Docs kann Buzzword besser mit Grafiken und Bildern umgehen.
Wo sind für den Nutzer die Vor- und Nachteile bei „SaaS“?
Der größte Vorteil besteht in den Kosten. Falls der Service nicht ohnehin kostenfrei ist, fallen nur dann Monatsgebühren an, wenn das Programm genutzt wird. Kommt ein besseres Programm der Konkurrenz auf den Markt, kann einfach umgestellt werden. Außerdem erleichtern zentral verwaltete Dokumente die Arbeit in verteilten Gruppen. Der gravierendste Nachteil ist (noch), dass ohne Internetverbindung gar keine Arbeit möglich ist. Nicht einmal die Dateien stehen offline zur Verfügung. Das haben die Anbieter erkannt und wollen Hybridlösungen anbieten, die beides ermöglichen. Außerdem kann der Anbieter jederzeit den Software-Service einstellen, etwa wenn er unrentabel ist. Dann muss der Kunde einen neuen Anbieter suchen und all seine Dokumente und Projekte transferieren.

