News Corp.
Murdoch glaubt an die Zukunft von Sky

Rupert Murdoch stockt seinen Anteil am Bezahlsender Sky auf. Ein klares Bekenntnis zum Bezahlfernsehen in Deutschland, glauben Mitarbeiter. Doch Experten sind sekptisch. Denn das Geschäft kommt nicht so richtig in Bewegung. Und auch bei Murdochs News Corp. läuft es zurzeit nicht rund.

DÜSSELDORF. Der seit Jahren verlustreiche Bezahlsender Sky, der bis vor kurzem noch Premiere hieß, kann sich auf seinen Großaktionär Rupert Murdoch verlassen. Der Medientycoon glaubt an die Zukunft des Krisenunternehmens. Gestern erhöhte sein Medienkonzern News Corp. die Beteiligung an Sky auf 39,96 Prozent.

Bislang hielt das Unternehmen des australischen Medienzars 30,5 Prozent. Nach Branchenschätzungen zahlte der New Yorker Medienriese für die Aufstockung rund 140 Mio. Euro. Ein News-Corp.-Sprecher wollte auf Anfrage die Details der Transaktion nicht kommentieren. Er sagte nur: "Die Aktie wurde unter vier Euro gekauft."

Die Sky-Aktie erlebte in den vergangenen zwölf Monaten eine Talfahrt. Noch im September notierte das Papier bei mehr als zwölf Euro. Nach Bekanntwerden des Zukaufs durch Murdoch schoss die Aktie am Nachmittag um mehr als elf Prozent auf 3,50 Euro in die Höhe.

Murdochs Aktienkauf wird in der Sky-Konzernzentrale im Münchener Medienvorort Unterföhring als klares Bekenntnis zum Bezahlfernsehen in Deutschland angesehen. "Wir werten das als Vertrauenbeweis unseres Hauptgesellschafters", sagte ein Sky-Sprecher. Am Donnerstag nächster Woche wird Sky seine Halbjahresbilanz vorlegen. Unternehmensinsider erwarten tiefrote Zahlen. "Es wird dreistellig rot", sagte ein Sky-Kenner. "Wahrscheinlich wird es noch roter als bislang geplant." Auch Analysten sind für die Zukunft skeptisch. "Das dritte Quartal verläuft katastrophal", sagt ein Medienanalyst.

Der Bezahlsender muss wegen der Umbenennung hohe Abschreibungen vornehmen. Auch das operative Geschäft läuft derzeit nicht rund. Die Abonnentenzahlen bleiben offenbar unter den Erwartungen. Hinzu kommen bei Sky hausgemachte Probleme. Die von Murdoch entsandte Management-Truppe aus Australiern, Italienern und Briten trifft in der bayerischen Konzernzentrale nicht nur auf Sympathien.

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