News Corp.
Umbau bei Murdochs Verlagsgeschäft wird teuer

US-Medienmogul Rupert Murdoch muss einen Rückschlag hinnehmen: Seine News Corp. fährt im abgelaufenen Quartal ein dicken Minus ein. Verantwortlich seien Restrukturierungskosten; doch auch das Geschäft läuft nicht rund.
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New YorkRupert Murdochs Medienkonzern News Corp. ist im Frühjahr in die roten Zahlen gerutscht. Dem Unternehmen setzen unter anderem hohe Sonderkosten für seine Restrukturierung zu. Für das Geschäftsquartal bis Ende Juni wies News Corp unter dem Strich einen Verlust von 379 Millionen Dollar aus, wie der Herausgeber des „Wall Street Journal“ am Mittwochabend nach Börsenschluss in den USA mitteilte.

Im Vorjahreszeitraum hatte noch ein Gewinn von zwölf Millionen Dollar in den Büchern gestanden. Der Umsatz, der stark vom Zeitungsgeschäft in den USA, Australien und Großbritannien abhängt, sank um zwei Prozent auf 2,14 Milliarden Dollar. Im reinen Nachrichtengeschäft ging es sogar zehn Prozent nach unten.

Im außerbörslichen US-Handel stiegen News-Corp.-Aktien dennoch um 5,5 Prozent, weil die Bilanz zumindest besser als von Analysten erwartet ausfiel. Dazu trugen unter anderem Einsparungen im Nachrichtengeschäft bei, zudem auch die Agentur „Dow Jones“ gehört. Hier wurde erst im Juni ein Stellenabbau angekündigt.

Rund lief es mit Buchverlagen wie Harper Collins und Harlequin Enterprises. Dort legten die Umsätze um acht Prozent auf 390 Millionen Dollar zu. Die Erlöse aus Immobilienportalen kletterten sogar um 67 Prozent auf 189 Millionen Dollar.

Nicht zufrieden ist der Murdoch-Konzern mit Amplify, einem Anbieter digitaler Lernprogramme für Schüler und Studenten. News-Corp.-Vorstandschef Robert Thomson sagte, man sei in fortgeschrittenen Gesprächen mit potenziellen Käufern. News Corp. schrieb auf Amplify 371 Millionen Dollar ab.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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