IT + Medien

_

News Corp.: Umsatzschub für Murdoch dank TV-Geschäft

News Corp. überrascht mit einem dicken Gewinn. Dies verdankt der Medienkonzern vor allem seinen TV-Sendern, darunter dem deutschen Bezahlkanal Sky. Die Erholung vom Abhörskandal sorgte für Entlastung.

Mehr Profit auch dank gesunkener Ausgaben für den Schaden nach dem Abhörskandal. Quelle: Reuters
Mehr Profit auch dank gesunkener Ausgaben für den Schaden nach dem Abhörskandal. Quelle: Reuters

New YorkBei Medienmogul Rupert Murdoch boomt das Fernsehgeschäft. Nach den Konkurrenzunternehmen Walt Disney und Time Warner verkündete auch seine News Corp. gestiegene Einnahmen durch Werbung und Gebühren. Murdochs Flaggschiff ist die Fox-Sendergruppe. Der 81-Jährige ist hierzulande am Bezahlkanal Sky Deutschland beteiligt.

Anzeige

Konzernweit stieg der Umsatz im zweiten Geschäftsquartal von Oktober bis Dezember um 5 Prozent auf 9,4 Milliarden Dollar (6,9 Mrd Euro), wie die News Corp. am Mittwoch in New York mitteilte. Der Gewinn verdoppelte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 2,4 Milliarden Dollar.

US-Medienkonzern Time Warner profitiert von Kabelsendern

Time Warner hat im vierten Quartal 2012 zwei Gesichter gezeigt.

Dieser gewaltige Sprung kam jedoch vor allem durch Bilanzeffekte im Zusammenhang mit Anteilsaufstockungen bei ausländischen Fernsehtöchtern zustande. Alle Sondereffekte herausgerechnet ging der Gewinn um 6 Prozent hoch.

Die Fernsehsender liefern mehr als die Hälfte des gesamten operativen Gewinns. Zweitgrößte Einnahmequelle ist das Filmgeschäft mit dem Hollywood-Studio 20th Century Fox. Hier verdiente Murdoch aber weniger trotz des Kassenschlagers „Life of Pi – Schiffbruch mit Tiger“. Die Konkurrenzfirmen hatten das gleiche Schicksal erlitten.

Unterhaltungsimperium Disney macht Kasse beim Fernsehen

Mit seinen Fernsehsendern und den Vergnügungsparks kann Disney Gewinne erwirtschaften.

Der vor der Abspaltung stehende Verlagszweig warf wieder mehr Geld ab. Bekannteste Titel sind das US-Wirtschaftsblatt „Wall Street Journal“ sowie die britischen Zeitungen „Times“ und „Sun“. Auch der Buchverlag HarperCollins gehört dazu.

Das bessere Abschneiden lag auch daran, dass die finanziellen Belastungen aus dem Abhörskandal bei der britischen Sonntagszeitung „News of the World“ langsam zurückgehen. Im Quartal musste die News Corp. 56 Millionen Dollar aufwenden. Vor einem Jahr flossen noch 87 Millionen Dollar etwa für Entschädigungen oder Anwaltshonorare.

  • Die aktuellen Top-Themen
Deutsche Bahn erwartet Streik: Lokführer stimmen für Arbeitsniederlegungen

Lokführer stimmen für Arbeitsniederlegungen

Die Deutsche Bahn muss sich im verhärteten Tarifkonflikt mit der Lokführergewerkschaft GDL auf weitere Streiks einstellen. Eine große Mehrheit der Gewerkschaftsmitglieder stimmte für weitere Arbeitskampfmaßnahmen.

Daimler in Paris: Ein Auto wie ein Bikini

Ein Auto wie ein Bikini

Daimler-Chef Zetsche kündigt in Paris eine Plug-In-Offensive an. Damit will der Konzern mehr Kunden für den elektrischen Antrieb begeistern – obwohl der sich momentan noch nicht auszahlt.

  • Business-Lounge
Business-Lounge: Die großen Auftritte der Entscheider

Die großen Auftritte der Entscheider

Premieren, Feste, Symposien oder Jubiläumsfestivitäten – es gibt viele Anlässe, bei denen die Größen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft im Mittelpunkt stehen. Verfolgen Sie die Auftritte in Bildern.

Mit dem Jobturbo durchsuchen Sie mehr als 215.000 Stellenanzeigen  in 36 deutschen Stellenbörsen.
Diese Jobs suchen die Handelsblatt-Leser:
1. Ingenieur   6. Bauingenieur
2. Geschäftsführer   7. Marketing
3. Financial Analyst   8. Jurist
4. Controller   9. Volkswirt
5. Steuerberater   10. Designer