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Nexus-Verkaufsverbot: Samsung setzt sich gegen Apple durch

Apple hat seinem Konkurrenten Samsung Patentverletzungen vorgeworfen - und den Verkauf des Galaxy Nexus verbieten lassen. Das machte ein US-Gericht endgültig rückgängig. Zentral für die Entscheidung sind Verkaufszahlen.

Das Samsung-Handy Galaxy Nexus ist nicht neu - aber trotzdem Apple ein Dorn im Auge. Quelle: dapd
Das Samsung-Handy Galaxy Nexus ist nicht neu - aber trotzdem Apple ein Dorn im Auge. Quelle: dapd

WashingtonDer südkoreanische Technologiekonzern Samsung hat im Patentstreit mit seinem US-Konkurrenten Apple einen juristischen Erfolg errungen. Ein US-Berufungsgericht in Washington hob am Donnerstag ein Verkaufsverbot für Samsungs Multimediahandy Galaxy Nexus endgültig auf. Das Bundesgericht im kalifornischen San Jose, vor dem sich Apple und Samsung einen erbitterten Rechtsstreit liefern, habe mit dem Ende Juni verhängten Verbot die Gesetze zu weit ausgelegt.

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Samsung

Apple wollte keine Stellung nehmen. Samsung war zunächst nicht erreichbar. Das Bundesberufungsgericht in Washington hatte das Verkaufsverbot bereits im Juli vorläufig aussetzen lassen, nun bestätigte es seine Entscheidung.

Das Gericht in San Jose hätte das Verbot nicht allein auf der Grundlage erlassen dürfen, dass Samsung wahrscheinlich Patentrechte verletzt habe. Vielmehr hätte Apple zeigen müssen, dass höhere Verkaufszahlen für das Galaxy Nexus direkt mit der Patentrechtsverletzung zusammenhingen. Dafür gebe es keine Beweise.

Das Nexus ist ein älteres Modell von Samsung. Für Apple ist die Gerichtsentscheidung dennoch ein Rückschlag: Viele in dem Fall behandelten Patente finden Anwendung im Betriebssystem Android, mit dem weltweit die meisten Smartphones arbeiten.

Apple

Apple und Samsung - die beiden Weltmarktführer bei Smartphones - werfen sich gegenseitig Patentrechtsverletzungen vor und tragen ihren Streit vor Gerichten in zahlreichen Ländern der Welt aus. Im August hatte Apple noch einen aufsehenerregenden Sieg vor Gericht gegen Samsung erstritten. Die Geschworenen sahen es nach weniger als dreitägigen Beratungen als erwiesen an, dass die Koreaner beim Design ihrer Galaxy-Handys und -Tablets zentrale Eigenschaften der Apple-Kassenschlager iPhone und iPad nachgeahmt haben. Apple wurden Schadensersatzzahlungen von rund einer Milliarde Dollar zugesprochen.

Die Apple-Aktie reagierte mit deutlichen Abschlägen auf die Niederlage und schloss zwei Prozent im Minus. US-Juraprofessorin Colleen Chien vermutet, dass die Entscheidung es künftig für Unternehmen schwerer macht, in Patentstreitigkeiten die gegnerischen Produkte vom Markt nehmen zu lassen. Jene einstweiligen Verfügungen waren für viele Konzerne der Schlüssel, um aus den Streitigkeiten vor Gericht wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen.

  • 24.10.2012, 10:22 Uhrujf99

    Auf die Gefahr hin, dass man mir vorwirft, Mitglied des Steve-Jobs-Fanclubs zu sein: Was Apple sich seit des Meisters Ableben leistet, finde auch ich als langjähriger Apple-Kunde (Mac + iPod) manchmal irritierend. Neulich mailt mir jemand von seinem iPhone mit angeblich aktueller Software, also wohl iOS 6, ein Foto – und es kommt in VGA-Auflösung an, also ein Drittel Megapixel. Ich bitte, es mir größer zu schicken. Sagt der iPhone-Besitzer: "Wie denn? Früher konnte man die Größe auswählen, jetzt nicht mehr." So kenne ich es vom Mac auch: Original, groß, mittel, klein. Hab's dann selbst ausprobiert – keine Einstellung im iPhone-Menü zu finden. Nächster Versuch: per Bluetooth vom iPhone auf mein Android-Phone senden. Die Geräte "sehen" sich, aber das iPhone sagt, mein Gerät werde "nicht unterstützt". Da fällt mir nix mehr ein. Schade.

  • 12.10.2012, 08:41 Uhrnetshadow

    @@Brasil
    Hehe, wohl Angst das diese Kultaktie absäuft.

  • 12.10.2012, 01:38 UhrMarsellusx

    welch hohes niveau... aber das ist bei "smart"phones ja nicht anders zu erwarten!

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