Niedrige Chip-Preise belasten Samsung
Samsung verdient weniger

Der weltgrößte Speicherchiphersteller Samsung kämpft derzeit mit fallenden Preisen bei Speicherchips sowie geringeren Margen bei Flachbildschirmen und Mobiltelefonen. Der Nettogewinn ist im Quartal im Vergleich zum Vorjahr deutlich eingebrochen.

HB SEOUL. Für die zweite Jahreshälfte erwartet Samsung - wie sein deutscher Konkurrent Infineon - eine Stabilisierung der Preise für die DRAM genannten Speicherchips. Auch sollte der Verkauf von Mobiltelefonen wieder anziehen. Die weiter fallenden Preise von Flash Memory Chips, die Daten auch ohne Stromversorgung speichern und in Digitalkameras sowie MP3-Playern eingesetzt werden, könnten das Wachstum aber ebenso beeinträchtigen wie der starke Wettbewerb im Mobilfunkmarkt, teilte Samsung am Freitag mit.

„Wir rechnen mit einer Verbesserung unserer großen Geschäftsbereiche im dritten Quartal, aber es liegen auch Herausforderungen vor uns“, sagte Chu Woo Sik, Senior Vice President der Investor Relations Abteilung bei Samsung. Analysten äußerten sich positiv zum Geschäftsausblick. Der schwächere Won, der Samsungs Export Auftrieb verleihen könnte, und ein besseres Konsumklima im Heimatland könnten die Einbußen durch die fallenden Preise bei den Flash Memorys wieder wett machen, sagte Kim Yung Min, Aktienstratege bei Korea Investment Trust Management. „Aber die Aktie von Samsung ist in letzter Zeit so stark gestiegen, dass es da in den nächsten zwei Monaten zu Korrekturen kommen könnte“, fügte er hinzu. Am Freitag gingen die Samsung-Papiere mit einem Minus von 0,9 % bei 542 000 Won aus dem Handel.

Im zweiten Quartal hatte Samsung mit einem Nettogewinn von 1,69 Billionen Won (rund 1,35 Mrd. €) die Erwartungen der Analysten um zehn Billionen Won übertroffen. Im Vergleich zum Vorjahr, als Samsung noch 3,13 Billionen Won verdiente, brach das Ergebnis allerdings um 46 % ein. Hauptbelastungsfaktor waren die Preise von Speicherchips, die im zweiten Quartal im Vergleich zum ersten um 20 % zurückgegangen waren. Die Stabilisierung der Preise bei LCD-Flachbildschirmen habe es Samsung jedoch ermöglicht, erstmals seit einem Jahr im Vergleich zum vorhergehenden Quartal wieder leicht zuzulegen. Auch der Hauptkonkurrent bei den Flachbildschirmen, LG.Philips LCD, rechnet nach einem drastischen Gewinneinbruch im zweiten Quartal für die zweite Jahreshälfte mit einer weiteren Erholung der Preise.

Im Mobilfunktelefon-Bereich verkaufte Samsung - weltweit der drittgrößte Handy-Hersteller - mit 24,4 Mill. Geräten im zweiten Quartal gut 100 000 weniger als in dem vorangegangenen Vierteljahr. Angetrieben von neuen Modellen und Geräten für UMTS-Dienste soll der Verkauf im dritten Quartal aber wieder anziehen. Allerdings würden die Margen durch den starken Wettbewerb mit Konkurrent Nokia belastet. Samsung will in diesem Jahr 100 Mill. Handys verkaufen, 16 % mehr als im letzten Jahr.

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