Niedrigere Preise bringen enorme Wachstumsraten – Deutschland fällt beim Internet-Turbo zurück
Frankreich reift zum DSL-Vorreiter

Der französische Internetzugangsanbieter Wanadoo heizt den Preiskampf bei Hochgeschwindigkeitszugängen via DSL an: Das Unternehmen hat seine Gebühren in Frankreich und Großbritannien in den vergangenen Tagen gesenkt.

ali/slo PARIS/DÜSSELDORF. In der Heimat will die Tochter der France Télécom damit den Verlust von Marktanteilen stoppen; in Großbritannien will Wanadoo-Chef Olivier Sichel dem Marktführer BT Kunden abjagen.

Der Internetturbo DSL gilt als einer der Wachstumsmotoren im Telekommarkt – mit durchschnittlichen Zuwachsraten von knapp 30 Prozent pro Jahr bis 2008, wie die Unternehmensberatung Diamond Cluster prognostiziert. Konzerne wie France Télécom und Deutsche Telekom versuchen, damit sinkende Umsätze im klassischen Festnetzgeschäft auszugleichen.

Die Unternehmen kämpfen auf dem DSL-Markt aber mit wachsender Konkurrenz. So ist der Marktanteil von France Télécom in der Heimat innerhalb eines Jahres von mehr als 60 auf rund 50 Prozent gefallen. Die Deutsche Telekom kommt zwar noch auf etwa 90 Prozent, aber mit fallender Tendenz. Daher hat das Unternehmen ebenfalls die DSL-Preise gesenkt – zumindest vorübergehend.

Frankreich ist einer der am stärksten wachsenden DSL-Märkte in Europa – mit einer Rate von 120 Prozent im vergangenen Jahr. Anfang 2004 hatten 4,1 Millionen Haushalte in Frankreich einen DSL-Anschluss. Allein in der Zeit von Juli 2003 bis Januar 2004 sind mehr als 1,2 Millionen neue Nutzer hinzugekommen – so viele wie keinem anderen EU-Land. „Das ist eine beeindruckende Performance“, sagt Michael Philpott, Analyst bei der Marktforschungsgesellschaft Ovum in London. „Frankreich wird bis zum Jahresende das EU-Land mit den meisten DSL-Anschlüssen sein“, sagt er voraus.

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