Noch kein Rettungskonzept
Agfa-Photo rinnt die Zeit davon

Für Agfa-Photo gibt es noch kein Sanierungskonzept, erklärte Firmen-Sprecher Thomas Schulz am Freitag. Die Zeit für die Rettung des insolventen Leverkusener Fotounternehmens mit bundesweit 1800 Beschäftigten wird damit knapp.

HB KÖLN. „Wir sprechen derzeit mit potenziellen Investoren und durchleuchten gleichzeitig das gesamte Unternehmen finanziell“, erklärte Schulz. Agfa-Photo hatte Ende Mai die Eröffnung des Insolvenzverfahrens beantragt. Die Produktion und Zahlung der Gehälter ist zunächst nur bis Ende Juli gesichert.

Derzeit sei noch offen, auf welche Weise das Fotounternehmen aus seiner Insolvenz herauskomme. Es gebe eine Reihe von potenziellen Investoren für einzelne Bereiche und auch für das Gesamtunternehmen, sagte Schulz. „Wir rechnen aber natürlich auch durch, ob wir eine Chance auf eine Stand-Alone-Lösung haben.“ Sollten Entlassungen unvermeidbar sein, käme als Auffanglösung auch die Bildung einer Beschäftigungs- und Weiterbildungsgesellschaft in Frage.

Ein Sanierungskonzept könne voraussichtlich in der letzten Juli- Woche vorgelegt werden. Sollte dies nicht fristgerecht gelingen, müsse aber mit der Produktion „nicht zwingend Schluss“ sein, meinte Schulz. Denkbar wäre auch zumindest eine Auslaufproduktion für einzelne Bereiche, für die derzeit die Auftragsbücher noch voll seien. Das umstrukturierte Traditionsunternehmen - eine frühere Tochter des belgischen Agfa-Gevaert-Konzerns - war erst im November 2004 als selbstständiges Unternehmen an den Start gegangen.

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