Noch knapp in roten Zahlen
Loewe fehlen noch 1,9 Millionen zum Glück

Der fränkische Fernsehgeräte-Hersteller Loewe sieht voller Optimismus auf das Jahr. Wie so viele Unternehmen setzt auch Loewe auf einen Verkaufsboom durch die WM. Im vergangenen Jahr schrammte die Firma nur knapp an den schwarzen Zahlen vorbei.

HB MÜNCHEN. 2005 hat der Hersteller von TV-Flachbildschirmen nach endgültigen Zahlen einen Betriebsgewinn von 2,1 Mill. Euro erwirtschaftet. 2004 hatte Loewe noch einen Betriebsverlust von 25,7 Mill. Euro ausgewiesen. Unter dem Strich blieb Loewe im vergangenen Jahr aber noch in den roten Zahlen. Der Verlust nach Steuern lag bei 1,9 Mill. Euro – nach einem Minus von 29,4 Mill. Euro im Jahr zuvor. Der Umsatz hat 2005 um knapp ein Fünftel auf 319,1 Mill. Euro zugelegt.

Das Betriebsergebnis werde im laufenden Jahr zwischen 5 und 10 Mill. Euro liegen, bekräftigte das Unternehmen bei Vorlage der Jahresbilanz am Donnerstag. Der Umsatz solle auf 330 bis 350 Mill. Euro zulegen. „Es wird auf jeden Fall auch unter dem Strich ein Gewinn sein“, sagte Finanzvorstand Burkhard Bamberger. Die Gewinnsituation sei allerdings noch nicht so stark, dass im laufenden und kommenden Jahr eine Dividende gezahlt werden solle. „Wir werden frühestens für das Geschäftsjahr 2007 über das Thema nachdenken“, fügte er mit Blick auf eine Gewinnausschüttung im Jahr 2008 hinzu.

Die erhoffte stärkere Nachfrage nach TV-Geräten durch die kommende Fußball-Weltmeisterschaft sei bereits zu spüren, hieß es. Das erste Quartal entspreche bisher den Erwartungen. „Loewe hat das Restrukturierungsprogramm in den letzten zwei Jahren konsequent umgesetzt und den Turn-around damit erfolgreich abgeschlossen“, erklärte Vorstandschef Rainer Hecker.

Loewe erwartet 2006 eine Überkompensation des Rückgangs beim Verkauf von Röhrenfernsehern durch Flachbildschirm-Geräte. Der Umsatzrückgang durch das Wegbrechen der Röhrengeräte werde bei 40 Mill. Euro gesehen, teilte der Konzern mit. Den Boom bei den Flachbildschirmen hatte Loewe verschlafen, weshalb das Unternehmen in die roten Zahlen gerutscht war. Mit Hilfe des japanischen Unterhaltungselektronik-Konzerns Sharp, der sich an Loewe beteiligt hat, berappelt sich das Unternehmen nun langsam wieder.

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