Dennoch sind sich die Experten einig, dass wichtige Vorentscheidungen für die Zukunft des Handymarkts jetzt fallen: Es winkt ein Milliardengeschäft mit Inhalten, an dem die Handyhersteller beteiligt sein wollen: mobile Werbung, Musik- und Filmdownloads.
Nokia
-Chef Kallasvuo hatte dem Handelsblatt bereits vor einigen Monaten gesagt, er werde den Konzern in ein "Internetunternehmen" umbauen. In kurzer Folge übernahm Nokia
seither Spezialisten für Musikdownloads, für digitale Karten und mobile Werbung. Außerdem präsentierte der Konzern mit Ovi ein Internetportal, über das Musik, Spiele und digitale Karten zur Navigation heruntergeladen werden können. Für 8,1 Mrd. Euro will Nokia
zudem den US-Konzern Navteq
, einen der beiden größten Hersteller digitaler Karten, übernehmen. Und erst gestern hatten die Finnen die Übernahme des Berliner Start-ups Plazes angekündigt, das mit einer Kontaktplattform die Möglichkeit bietet, per Handy oder Internet die Aufenthaltsorte von Nutzern ausfindig zu machen.
Die Symbian-Stiftung kündigte an, in spätestens zwei Jahren die neue, offene Plattform für Internethandys bereitzustellen. Experte Mohr hält das für zu spät. Symbian könne nicht so lange warten, ansonsten bestehe für Nokia
die Gefahr, dass sich Apple
und Google
bis dahin mit ihren Smartphone-Betriebssystemen schon fest etabliert hätten.

