Der weltgrößte Handy-Hersteller Nokia
darf den US-Navigations-Spezialisten Navteq
ohne Auflagen der EU-Kommission übernehmen. Mit Navtec will das Unternehmen lukrative Geschäftsfelder erschließen.
HB BRÜSSEL.Das neue Unternehmen werde wahrscheinlich keine Verdrängungsstrategie gegenüber Konkurrenten verfolgen, entschied die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel nach einer viermonatigen Wettbewerbsprüfung. Die Behörde hatte zunächst schwere Zweifel und untersuchte deshalb das Vorhaben besonders gründlich. Nokia
will nach früheren Angaben 8,1 Milliarden Dollar (5,1 Mrd Euro) für Navteq
zahlen.
Nokia
hatte im Februar neue Handy-Modelle vorgestellt, die auf Navigations-Anwendungen setzen. Navigation und lokalisierte Werbung auf mobilen Geräten gelten als lukrative Geschäftsfelder der Zukunft. Navteq
mit Sitz in Chicago ist einer der weltgrößten Anbieter von elektronischen Landkarten, die vor allem in Auto-Navigationssystemen eingesetzt werden. Sie können aber auch in Handys und anderen mobilen Geräten verwendet werden. Die EU-Kommission hatte bereits im Mai die Übernahme des Navteq
-Konkurrenten Tele Atlas
durch den niederländischen Navigationsgeräte-Hersteller Tom Tom
gebilligt.

