Nokia ist bei dem Hersteller von Mobilfunksoftware künftig weniger dominant
Symbian-Aktionäre erhöhen ihren Anteil

Die Aktionäre des Mobilfunksoftware-Herstellers Symbian werden ihre Anteile an dem Unternehmen erhöhen und so den Vormarsch den größten Anteilseigners Nokia bremsen.

hst STOCKHOLM. Wie Symbian in London bestätigte, machen die Nokia-Konkurrenten Siemens, Sony Ericsson und Panasonic von ihrem Vorkaufsrecht auf ein Sym- bian-Aktienpaket der britischen Firma Psion Gebrauch. Damit werden sie Nokias Symbian-Anteil auf unter 50 Prozent begrenzen. Ursprünglich wollte der finnische Handy-Marktführer den Anteil von Psion kaufen. Gleichzeitig kündigte Symbian gestern eine Emission in Höhe von 50 Mill. Pfund an.

Symbian ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Nokia, Siemens, Sony Ericsson, Samsung, Panasonic und Psion. Das Unternehmen entwickelt die Betriebssoftware für Handys mit Computerfunktionen. Bei den Betriebssystemen für diese so genannten Smartphones ist Symbian Weltmarktführer – vor dem Software-Riesen Microsoft.

Dem Smartphone-Segment werden große Wachstumschancen eingeräumt. Im laufenden Jahr rechnen Experten mit etwa 20 Millionen verkaufter Geräte. Den Anteil der Smartphones am gesamten Handymarkt in wenigen Jahren beziffern Analysten auf etwa ein Viertel. Symbian will künftig neben der Weiterentwicklung der Smartphone-Software auch einfachere Betriebssysteme für Handys entwickeln.

Die Umschichtung der Aktionärsanteile war Ende vergangenen Jahres notwendig geworden, weil Psion seinen 31-Prozent-Anteil an Symbian zunächst nur an Nokia verkaufen wollte. Damit wären die Finnen zum dominierenden Symbian-Aktionär geworden. Die Miteigner und Nokia-Konkurrenten befürchteten, dass die Vormachtstellung des finnischen Konzerns bei Handys dadurch weiter gestärkt würde. Deshalb kündigten sie mit Ausnahme von Samsung an, ihr durch einen Aktionärsvertrag geregeltes Vorkaufsrecht zu nutzen.

Nach der gestrigen Einigung wird Nokias Symbian-Anteil von 32,2 auf 47,9 Prozent steigen. Das Gemeinschaftsunternehmen Sony Ericsson sowie der Telekomausrüster Ericsson erhöhen ihre Beteiligung von 19 auf 28,7 Prozent. Siemens hält 8,4 (zuvor 4,8) Prozent, Panasonic 10,5 (7,9) Prozent und Samsung 4,5 (5,0) Prozent.

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