Nokia liefert ganz starke Zahlen
Handy-Konzerne erobern Asien

Die Handybranche befindet sich weltweit in einem unerwartet starken Aufschwung. Grund dafür ist vor allem die boomende Nachfrage in den Schwellenländern. Experten warnen jedoch bereits vor einer allzu starken Konzentration auf Emerging Markets.

STOCKHOLM/DÜSSELDORF. Branchenprimus Nokia aus Finnland überraschte am Donnerstag mit deutlich über den Erwartungen liegenden Zahlen. Das Unternehmen setzte im ersten Quartal 75,1 Mill. Handys ab – rund 40 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Zuvor hatten bereits die weltweite Nummer zwei, der US-Konzern Motorola, und die Nummer drei, der koreanische Handyhersteller Samsung, ein starkes Wachstum in ihren Handysparten gemeldet.

Nokia-Konzernchef Jorma Ollila, der zum 1. Juni dieses Jahres sein Amt an Olli-Pekka Kallasvuo übergibt, legte als eine seiner letzten Amtshandlungen einen Quartalsbericht vor, mit dem er sich endgültig ein Denkmal setzt. Der Vorsteuergewinn des Unternehmens stieg gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres von 1,1 auf 1,3 Mrd. Euro. Auch der Umsatz schnellte von 7,4 auf 9,5 Mrd. Euro.

Auf den ersten Blick überraschen die starken Zahlen der Handyhersteller, weil die Mobilfunkmärkte zunehmend gesättigt sind. In Westeuropa etwa besitzt bereits im Schnitt jeder Bürger ein Handy. Die Hersteller weichen deshalb verstärkt auf Schwellenländer aus. „Der Grund für das starke erste Quartal ist vor allem ein starker Absatz in asiatisch-pazifischen Märkten“, erklärt Carolina Milanesi vom Marktforscher Gartner. Vor allem China und Indien seien bedeutende Wachstumsregionen für Mobilfunkanbieter, aber auch Pakistan und Vietnam. Gartner erwartet, dass in diesem Jahr die meisten Mobiltelefone in Asien verkauft werden.

Auch Nokia profitierte im ersten Quartal vor allem von einem starken Wachstum in Schwellenländern. Das soll auch in den kommenden Quartalen so bleiben: „70 Prozent des Marktwachstums werden in den Schwellenländern geschehen“, sagte der designierte Nokia-Chef Kallasvuo und bezifferte das Wachstum auf dem globalen Handymarkt in diesem Jahr auf „15 Prozent oder mehr“.

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