Bereits im kommenden Jahr startet der Konzern eine Internet-Offensive mit seinem neuen Portal Ovi: Über die Seite kann künftig Musik heruntergeladen, Emails und Kontakte können verwaltet, Fotos getauscht und es kann gechattet werden. Ovi werde Handy, Computer und Internet zusammenführen, sagte Kallasvuo.
Auch Internet-Radio will Nokia
künftig mittels einer neuen, kostenlosen Software auf seine Multimedia-Handys bringen. Für die Mobilfunknetzbetreiber ist das eine positive Ankündigung, da sie mit den ständig fließenden Datenströmen Geld verdienen. Nokias
Vormarsch Richtung Inhalte-Lieferant dürfte bei ihnen aber sonst auf wenig Begeisterung stoßen: Der Branchenprimus reduziert sie mit seinem Ovi-Portal mehr und mehr auf einen Lieferanten von Netzkapazitäten.
Analysten zeigten sich in Amsterdam von der nach oben revidierten Gewinnmargen-Prognose enttäuscht. Nokia
rechnet nun mit 16 bis 17 Prozent. Zuvor war der Konzern von 15 Prozent ausgegangen. Beim Netz-Gemeinschaftsunternehmen Nokia Siemens Networks (NSN) hofft NSN-Chef Simon Beresford-Wylie ab Ende 2009 auf eine Marge von zehn Prozent.
Das Gemeinschaftsunternehmen kämpft seit der Gründung in diesem Frühjahr in einem schwierigen Branchenumfeld, da die großen Telekom
-Konzerne
auf die Investitionsbremse getreten haben. "Es fehlten die richtigen Neuigkeiten“, sagte Greger Johansson vom Stockholmer Marktforschungsinstitut Redeye. Der Kurs der Nokia
-Aktie
sank zwischenzeitlich um über vier Prozent.



