Nokia Siemens Networks
NSN Services droht das Aus

Beim finnisch-deutschen Netzwerkausrüster Nokia Siemens Networks sind offenbar 1.000 weitere Arbeitsplätze gefährdet. Die Tochter NSN Services soll laut Zeitungsbericht im nächsten Jahr geschlossen werden.
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BerlinDer Netzwerkausrüster Nokia Siemens Networks (NSN) will offenbar rund 1.000 weitere Arbeitsplätze streichen. Am Mittwochvormittag werde es in Kassel eine Betriebsversammlung der Services-Sparte geben, sagte eine NSN-Sprecherin auf dapd-Anfrage. Dabei könnten die Mitarbeiter vom Aus ihres Arbeitgebers erfahren: NSN Services solle Ende 2013 geschlossen werden, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" (Dienstagausgabe) unter Berufung auf Firmenkreise.

Die NSN-Sprecherin wollte den Grund für die Versammlung und den Bericht nicht kommentieren. Die Zeitung hatte gemeldet, dass gescheiterte Verhandlungen über einen Auftrag der Deutschen Telekom zur Wartung der überirdischen Telefonleitungen geplatzt seien. NSN hatte die Services-Sparte vor fünf Jahren von der Telekom übernommen, deren Hauptauftraggeber sie weiterhin ist.

Der Vertrag wurde dem Bericht zufolge aber zum Jahresende gekündigt, die neuen Verhandlungen scheiterten offenbar aus Kostengründen. So zitierte das Blatt aus einer Mail von Geschäftsführer Raimund Winkler vom Oktober, wonach es trotz aller "Maßnahmen zur Kostenreduzierung" die "Kostenbasis" von NSN Services nicht erlaube, "auf die Preisvorstellungen des Kunden einzugehen".

Sorgenkind auf dem Weg der Besserung

NSN, das je zur Hälfte dem deutschen Technikkonzern Siemens und dem finnischen Handyhersteller Nokia gehört, war jahrelang ein Sorgenkind - schien zuletzt aber auf dem Weg der Besserung. So verzeichnete das Unternehmen zuletzt ein Rekordquartal und arbeitete das zweite Vierteljahr in Folge profitabel.

Allerdings hat NSN auf dem Weg dorthin bereits eine Reihe harter Sparrunden mit Stellenstreichungen hinter sich. Seit der Gründung aus den Netzwerk-Sparten von Siemens und Nokia kämpfte das Joint Venture immer wieder gegen Verluste und zuletzt auch gegen die erstarkende Konkurrenz aus China - und baute Tausende Jobs ab.

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