Nokia und Siemens
NSN-Chef erwartet kein Geld mehr

Mit einer letzten Kapitalspritze bekommt Nokia Siemens Networks eine neue Chance, den Ruf als Milliardengrab abzulegen. NSN-Chef Suri will den Konzern mit harter Hand umbauen.
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FrankfurtNokia Siemens Networks erwartet einem Magazinbericht zufolge keine weitere finanzielle Hilfe mehr von seinen Konzernmüttern Siemens und Nokia. Die beiden Unternehmen hätten die Gemeinschaftstochter nun „zum letzten Mal“ mit Kapital ausgestattet, erwarteten aber, dass diese Investition einen Ertrag liefere, zitierte der „Spiegel“ aus einem Schreiben von NSN-Chef Rajeev Suri an die gut 9000 Beschäftigten in Deutschland. Die Profitabilität von NSN sei nach wie vor viel zu niedrig. „Wir verbrennen Barreserven, haben zu viele Geschäftsfelder, die niemals adäquate Erträge geliefert haben, und Regionen, die stets Verluste einfahren“, schreibe der NSN-Chef weiter. Auch die Qualität sei „nicht da, wo sie sein sollte“. 

Seit der Gründung von NSN hat sich die Firma zu einem Milliardengrab für beide Mütter entwickelt. Erst Ende September pumpten sie eine Milliarde Euro in das Geschäft, um die Finanzausstattung zu verbessern. Zuletzt fuhr die ungeliebte Tochter bei einem Quartalsumsatz von 3,4 Milliarden Euro einen operativen Verlust von 114 Millionen Euro in den Monaten Juli bis September ein. Vor wenigen Tagen kündigte NSN die Streichung von fast einem Viertel der weltweit 74.000 Stellen des Konzerns an. Das Gemeinschaftsunternehmen ließ offen, wie viele Arbeitsplätze davon in Deutschland betroffen sind.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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