Nokia-Vorstand: „Nokia X wird sogar noch billiger“

Nokia-Vorstand
„Nokia X wird sogar noch billiger“

Billig, billiger, Nokia. Auf dem globalen Handymarkt ist Nokia die Nummer Zwei, bei Smartphones hat das Unternehmen jedoch noch Nachholbedarf. Nokia-Vorstand Timo Toikkanen erklärt, wie sich das ändern soll.
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Nokia greift mit Billig-Smartphones an: Das finnische Unternehmen baut künftig Geräte mit dem Betriebssystem Android. Warum es auf die Software des Konkurrenten Google setzt und warum er dadurch keine Konkurrenz für die eigenen Modelle befürchtet, erklärte Nokia-Vorstand Timo Toikkanen in einem engen Konferenzraum gegenüber einigen Journalisten – aus Deutschland war Handelsblatt Online dabei.

Herr Toikkanen, warum nutzt Nokia Android?
Nokia X zielt auf den am schnellsten wachsenden Teil des Marktes: die nächste Milliarde Menschen, die ins Internet geht, wohnt in den Schwellenländern. Die meisten sind jung und nutzen dafür mobile Geräte. Klar ist aber auch: Die Marke Lumia bleibt das wichtigste Element unserer Smartphone-Strategie.


Warum aber sollten Nutzer Nokia statt eines anderen Android-Herstellers wählen?
Die Verbraucher haben eine Auswahl verdient. Wir wollen sicherstellen, dass wir eindeutig Nokia-Geräte herstellen – mit dem Design, der Qualität und der Zuverlässigkeit, die man von uns kennt. Die Nutzer profitieren von unseren Diensten, Here Maps zum Beispiel. Gleichzeitig ist es strategisch sinnvoll: Die Nutzer verwenden unsere Apps und die Cloud von Microsoft.



Microsoft will Windows Phone auf billige Geräte bringen. Verschwindet Nokia X dann wieder?
Die Lumia-Smartphones werden billiger, aber Nokia X wird sogar noch billiger.

Mit den Asha-Geräten zielen Sie ebenfalls auf Schwellenländer. Warum?
Es gibt einen deutlichen Preisunterschied, die Asha-Geräte kosten halb so viel – und ein paar Dollar machen in diesen Ländern eine riesigen Unterschied.

Kunden können nicht auf die Apps aus dem Play Store von Google zugreifen. Wie wollen Sie für ein breites Angebot sorgen?
Die meisten Apps lassen sich in wenigen Stunden für den Nokia Store anpassen. Wir bieten aber auch die Möglichkeit, die Plattformen anderer Firmen zu nutzen. Viele Apps stehen woanders zur Verfügung.

Sie bringen das Gerät überall heraus, auch in Deutschland. Haben Sie keine Angst, dass Sie gerade hier den teuren Lumia-Smartphones Kundschaft wegnehmen?
Nein. Wir haben auf der ganzen Welt gründliche Tests gemacht. Daher wissen wir: Wir nehmen nicht Lumia die Kunden weg, sondern Android.

Herr Toikkanen, vielen Dank für das Gespräch.

Kommentare zu " Nokia-Vorstand: „Nokia X wird sogar noch billiger“"

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  • In Brasilien hat die Mehrheit bis zu drei und manchmal auch mehr Handys in der Tasche!
    Seit die Hersteller dazu uebergegangen sind Geraete fuer zwei Chips herzustellen, ist das ein wenig zurueckgegangen.
    Die Rechnung von Nokia wird aufgehen, wenn die Geraete billiger werden, denn sie werden die zunehmende Zahl von Nonames vom Markt verdraengen!
    Viel Erfolg NOKIA!

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