Nordeuropa-Geschäft
ProSiebenSat.1 legt weiter zu

Dank seines Geschäfts in Skandinavien kann ProSiebenSat1 Umsatz und Gewinn steigern. Sein Geld macht der Konzern allerdings immer mehr außerhalb des klassischen TV-Geschäfts: Mit Videos, Musik und Spielen.
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DüsseldorfDer Fernsehkonzern ProSiebenSat.1 hat vor allem dank seines nordeuropäischen Fernsehgeschäfts Umsatz und Gewinn gesteigert. Der Umsatz stieg im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,1 Prozent auf 637 Millionen Euro, wie der RTL -Konkurrent am Donnerstag mitteilte. Das bereinigte operative Ergebnis stieg um 2,3 Prozent auf 167,3 Millionen Euro. Unter dem Strich verbesserte sich der Gewinn auf 61,3 von 11,4 Millionen Euro. Damit übertraf der Konzern die Erwartungen von Analysten.

Stärkster Wachstumstreiber war im dritten Quartal mit einem Plus von fast 50 Prozent das Geschäft mit Aktivitäten außerhalb des klassischen Fernsehgeschäfts - dazu gehören unter anderem das Online-Video-Portal maxdome, Musik sowie Online-Spiele. Mit ihnen will Vorstandschef Thomas Ebeling den Konzern unabhängiger machen von TV-Werbeeinnahmen.

Das deutschsprachige TV-Geschäft - das den mit Abstand größten Umsatz und operativen Gewinn bringt - musste jedoch Federn lassen, auch weil die Olympischen Sommerspiele ausschließlich im öffentlich-rechtlichen Fernsehen übertragen wurden. Im dritten Quartal sank der gemeinsame Marktanteil von SAT.1, ProSieben, kabel eins und sixx den Angaben zufolge auf 26,8 (Vorjahr: 29,4) Prozent.

Das internationale TV-Geschäft legte hingegen dank des Nordeuropageschäfts beim Umsatz um 8,8 Prozent zu, wozu gestiegene Werbeeinnahmen und neue TV-Sender beitrugen. Das operative Ergebnis stieg um fast 43 Prozent. ProSiebenSat.1 will die Fernsehsender in Skandinavien verkaufen, falls der Preis stimmt.

Für 2012 bekräftigte der Konzern seine Prognose, wonach der Umsatz im mittleren einstelligen Prozentbereich steigen soll. Beim operativen Gewinn will der Fernsehkonzern den Vorjahreswert von 850 Millionen Euro übertreffen.

 
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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