Notizdienst: Evernote plant Börsengang in ein paar Jahren

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Evernote plant Börsengang in ein paar Jahren

Phil Libin, der Gründer des Notizdienstes Evernote, will in ein paar Jahren an die Börse. Sein Ziel ist es, Menschen klüger zu machen. Dabei verspricht er, keine Geschäfte mit den Daten der Nutzer zu machen.
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BerlinDer schnell wachsende Online-Notizdienst Evernote will an die Börse, lässt sich damit allerdings noch Zeit. Eine Aktienplatzierung sei erst in zwei oder drei Jahren zu erwarten, sagte Evernote-Gründer Phil Libin der Nachrichtenagentur dpa. „Grundsätzlich wollen wir auf jeden Fall an die Börse gehen, damit sich jeder ein Stück von Evernote kaufen kann. Aber definitiv nicht dieses und auch nicht nächstes Jahr“, betonte Libin.

Der Gründer will verhindern, dass Altinvestoren beim Börsengang Kasse machen: „Mein Ziel ist, dass alle, die verkaufen wollen, etwa ein Jahr vor der Aktienplatzierung rausgehen.“ Dann sollten nur noch Geldgeber an Bord sein, die 20 oder 30 Jahre bleiben wollen, sagt Libin. Verkaufen will er Evernote im Gegensatz zu seinen ersten beiden Firmen nicht: „Wir haben von Anfang an beschlossen, wir wollen ein Unternehmen für 100 Jahre aufbauen.“ Evernote bekam seit dem Start vor rund fünf Jahren über 250 Millionen Dollar von Investoren.

Bei Evernote kann man alle möglichen Notizen mit Text, Bildern, Internet-Links oder Fragmenten von Webseiten online speichern und über verschiedene Geräte abrufen. Der Dienst hat weltweit rund 50 Millionen Nutzer und gewinnt derzeit pro Tag rund 100.000 neue hinzu. Evernote ist grundsätzlich kostenlos, Nutzer des kostenpflichtigen Premium-Angebots bekommen aber unter anderem mehr Speicherplatz und bessere Suchfunktionen.

Diese Woche gab das Unternehmen einen Deal mit der Deutschen Telekom bekannt: Kunden des deutschen Telekommunikations-Riesen bekommen für ein Jahr ein Premium-Abo für Evernote geschenkt. Evernote erhoffe sich davon vor allem, in den Massenmarkt in Deutschland vorzustoßen, sagte Libin. Bisher hat der Dienst hierzulande gut 1,3 Millionen Nutzer. Evernote bekomme im Zuge der Partnerschaft Geld von der Telekom - wenn auch bei weitem nicht die 40 Euro pro Jahr, die eine reguläre Premium-Mitgliedschaft einen Nutzer kostet.

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Kundendaten sollen auch künftig nicht verscherbelt werden

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