NRW und Hessen
Pro Sieben und Sat 1 kommen ins digitale Kabel

Künftig können die Fernsehprogramme der Sendergruppe Pro Sieben Sat1 zumindest in Nordrhein-Westfalen und Hessen auch über das digitale Kabelnetz empfangen werden. Der Konzern steigt außerdem ins Pay-TV-Geschäft ein.

HB KÖLN. Die Kabelgesellschaft Unity Media teilte am Freitag in Köln mit, Sat 1, Pro Sieben, Kabel eins, N24 und 9Live würden ab sofort auch digital verbreitet. Für die übrigen Bundesländer sind nach Angaben einer Pro Sieben Sat1-Sprecherin die Verhandlungen mit den dort zuständigen Kabelbetreibern noch nicht abgeschlossen.

Wie die aus dem Zusammenschluss der Kabelunternehmen Ish, Iesy und Tele Columbus entstandene Unity Media weiter mitteilte, wird Pro Sieben Sat 1 außerdem im zweiten Quartal einen neuen Spielfilm-Sender und einen Comedy-Sender als Bezahl-Programme in den Kabelnetzen starten. Das übrige Angebot der Gruppe werde im Digitalnetz zwar grundverschlüsselt verbreitet, für Bezieher des digitalen Programmangebots von Unity Media aber kostenlos freigeschaltet. Wer noch kein digitales Fernsehen empfange, benötige einen Digitalempfänger sowie eine Smartcard, die vom Netzbetreiber für eine einmalige Gebühr von 19,95 Euro aktiviert werde. Außerdem würden die Programme weiterhin auch analog und unverschlüsselt ausgestrahlt. Eine eigene Bezahlfernseh-Plattform, wie sie etwa Premiere darstellt, baut ProSieben nicht auf.

Bereits in der vergangenen Woche hatte die RTL-Gruppe bekannt gegeben, dass ihre Programme RTL, VOX, RTL 2, Super RTL und n-tv künftig ebenfalls digital im Kabel zu empfangen sind. RTL hat entsprechende Vereinbarungen schon für alle Bundesländer getroffen.

Angaben zum weiteren Vorgehen bei der eigentlich geplanten Fusion mit dem Axel-Springer-Konzern machte Pro Sieben Sat 1 nicht. Springer hatte dem Bundeskartellamt einen Verkauf des Senders Pro Sieben vorgeschlagen, um doch noch die Genehmigung für den Kauf der Senderkette zu erreichen. Pro Sieben ist allerdings eng in den Verbund der Pro Sieben Sat1-Gruppe eingebunden. So liegen beispielsweise Filmrechte im Konzern nicht bei den Sendern, sondern in der Holding-Muttergesellschaft.

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