Nur drei mögliche Käufer
Plattner hat keine Skrupel vor SAP-Verkauf

SAP-Mitgründer und Großaktionär Hasso Plattner wäre einem Verkauf des größten europäischen Software-Konzerns nicht abgeneigt. Als Käufer kämen für ihn aber nur genau drei Unternehmen in Frage.

HB FRANKFURT. „Es gibt doch nur drei potenzielle Käufer: IBM, Microsoft und Google. Mehr sehe ich nicht“, sagte Plattner der „Financial Times Deutschland“ (Freitagausgabe). Mit keinem der drei bahne sich aber etwas an, betonte er. Mit Microsoft und IBM arbeitet SAP technologisch zusammen.

Eine Übernahme des größten europäischen Softwarekonzerns schloss der ehemalige Vorstandschef, der zwölf Prozent an SAP hält, erneut nicht grundsätzlich aus. Ein interessantes Angebot müsse stets „emotionsfrei“ geprüft werden, bekräftigte Plattner. Er hatte SAP 1972 mit vier anderen IBM-Mitarbeitern gegründet und ist noch heute einer der Großaktionäre.

„Wenn die Aktionäre der Meinung sind, dass eine irgendwie anders geartete Kombination besser ist als die Eigenständigkeit, dann passiert das“, sagte er der FTD. Plattner und die SAP-Mitgründer Dietmar Hopp und Klaus Tschira halten – teilweise über Stiftungen – zusammen rund 32 Prozent an SAP. Gegen ihren Willen wäre eine Übernahme damit kaum denkbar. Plattner selbst hält 12 Prozent.

Zu einem Fusionsszenario mit IBM sagte Plattner: „Es gibt keine Gespräche. Ich will aber auch nicht sagen, dass ich die so wenig mag, dass ich mir das überhaupt nicht vorstellen kann.“ Unternehmenssprecher Herbert Heitmann betonte, eine Übernahme stehe für SAP nicht auf der Tagesordnung: „In dem Gespräch mit Hasso Plattner sind theoretische Möglichkeiten erörtert worden.“

SAP hatte vor zwei Jahren für Aufsehen gesorgt, als der Konzern im Nachhinein Gespräche über eine Übernahme durch den US-Softwareriesen Microsoft einräumte. Diese waren abgebrochen worden. Beide gingen stattdessen eine Zusammenarbeit ein, die vor kurzem in ersten gemeinsamen Softwareprodukten mündete.

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