Öffentlich-Rechtliche
Hessischer Runfunk muss haushalten

Öffentlich-rechtliche Sendeanstalten haben Summen zur Verfügung, von denen private Medien nur träumen können – so das Klischee. Die aktuelle Lage des Hessischen Rundfunks neutralisiert diese Schwarz-Weiß-Sicht etwas.
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Frankfurt/MainDer Hessische Rundfunk (hr) muss im kommenden Jahr ein Defizit von 41 Millionen Euro verkraften. Dies sehe der Haushaltsplan 2014 vor, den der Rundfunkrat am Freitag genehmigt habe, teilte der Sender in Frankfurt mit. Erträgen von 486 Millionen Euro stehen demnach Aufwendungen von 527 Millionen Euro gegenüber.

Der hr werde zu weiteren Sparmaßnahmen gezwungen sein, sagte Intendant Helmut Reitze nach Mitteilung des Senders in seiner Rede vor dem Rundfunkrat. „Daran ändert auch die Umstellung von der Rundfunkgebühr zum Rundfunkbeitrag nichts. Zurzeit ist von den errechneten Mehreinnahmen in unserer Kasse nichts zu sehen.“ Bis Ende November habe der hr ein Prozent mehr eingenommen als geplant.

In der Öffentlichkeit verfestige sich das falsche Bild, die öffentlich-rechtlichen Sender schwämmen im Geld, sagte Reitze. „Das Gegenteil ist richtig.“ Die Meldungen über mögliche Mehreinnahmen ließen die Mehraufwendungen außer acht.

In den vergangenen Jahren habe der hr insgesamt 214 Millionen Euro eingespart. „Trotzdem fehlen uns in der mittelfristigen Finanzplanung bis zum Jahr 2018 rund 235 Millionen Euro“, sagte Reitze. Zum Ende dieses Jahres verfüge der Sender über kein Eigenkapital mehr.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Die Frage ist eher, wofür wird das Geld ausgegeben? Nur, weil da ein Minus steht, ist nicht jede Ausgabe sinnvoll.

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