Öffentlich-rechtliche: ZDF-Mitarbeiter demonstrieren gegen Kürzungen

Öffentlich-rechtliche
ZDF-Mitarbeiter demonstrieren gegen Kürzungen

Ein geplanter Mitarbeiterabbau beim ZDF regt die Gewerkschaften auf. Sie rufen zu einer Demonstration auf und kritisieren unter anderem, dass dadurch wohl auch junge Arbeitskräfte verloren gehen.
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DüsseldorfAuf dem Mainzer Lerchenberg, dem Sitz des ZDF, wird es am Mittwoch um 12 Uhr eine Demonstration geben. Dazu haben nach Informationen des Handelsblatts (Montagausgabe) die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und der Deutsche Journalistenverband (DJV) aufgerufen. Mit der Demonstration unter dem Motto „400 weniger sind zu viel!“ wollen die Arbeitnehmervertreter gegen den geplanten Personalabbau protestieren.

Die Aktion soll vor dem Hochhaus E 055 stattfinden, dort hat ZDF-Intendant Thomas Bellut seinen Sitz. Nach Meinung von Verdi trifft der Sparkurs insbesondere Teilzeitkräfte und freie Mitarbeiter. „In vielen Fällen nimmt das bereits existenzielle Ausmaße an. Im ZDF entstehen prekäre Beschäftigungsverhältnis“, warnen Verdi und DJV in einem Flugblatt. „So verliert das ZDF diejenigen, die gebraucht werden, um den demographischen Wandel zu bewältigen.“ Das durchschnittliche Alter des ZDF-Zuschauers betrug im vergangenen Jahr 60 Jahre.

Für die Gewerkschaften ist die Demonstration auch ein Test, um zu sehen, ob die Belegschaft der Rundfunkanstalt mobilisiert werden kann. Jahrelang hatte der im vergangenen Jahr ausgeschiedene Intendant Markus Schächter die Fernsehanstalt ausgebaut. Sein Nachfolger und langjähriger Programmdirektor Bellut fährt nun einen Sparkurs. Anfangs war von 300 Stellen die Rede, mittlerweile spricht der ZDF-Intendant von bis zu 400 Arbeitsplätzen, die sozialverträglich und ohne Entlassungen abgebaut werden sollen.

Das ZDF hat 3.600 Angestellte und 6.000 freie Mitarbeitern. Aus der Rundfunkgebühr von 7,5 Milliarden Euro erhielt das ZDF zuletzt 1,8 Milliarden Euro. Die unabhängige Finanzkommission KEF verlangt vom ZDF zwischen 2013 und 2016 Einsparungen von insgesamt 75 Millionen Euro.

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  • Genau so ist es. Diese parasitären Anstalten brauchen wir nicht.
    In der freien Wirtschaft werden inzwischen auch pausenlos Leute entlassen und Betriebe geschlossen. Aber im Gegensatz zu der freien Wirtschaft wird bei den ÖR parasitär zwangsabgezockt!!!!!!! Ganz weg damit!!!
    Und die Gewerkschaften braucht auch kein Arbeitnehmer in diesem Land mehr. Die sind völlig korrumpiert worden und setzen sich schon lange nicht mehr für die Interessen der Arbeitnehmer ein.

  • Sehr genau...Der ÖD ist zu einem reinen Selbstbedienungsladen verkommen!! Dazu gehört aber auch die Politik!!

    Wenn schon gespart werden muß, dann bitte schön doch zu aller erst in den gehobenen Etagen!! Wenn ich schon M.Illner sehe...eine Wendehälsin, eine SED-Anhägerin mit völlig überbezahltem Gehalt, dann wird mir echt übel!! Diese Frau ist so berechnend und verlogen dazu. Angelt sich einen Mann, der eine Führungskraft bei der Telekom ist um dann ihre Karriere im ZDF zu voll enden. Diese Frau macht wie Jauch eine grottenschlechte Politshow!! Na ja...ist ja nichts Neues...Stasi und VS haben ja auch zusammen gearbeitet. Und wer in der DDR mal angeblich Rot war ist heute Tiefbraun!!

  • Von mir aus kann das ZDF, genauso wie ARD und Deutschlandfunk, komplett untergehen. Ich empfinde für diese Anstalten und auch deren Mitarbeiter krass gesagt kein Mitleid und das wegen der sog. Haushaltsabgabe.

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