Öffentliche Förderrung noch unklar
Dresden kann auf eine zweite AMD-Chipfabrik hoffen

Die sächsische Landeshauptstadt Dresden hat gute Chancen, vom US-Chiphersteller Advanced Microchip Devices (AMD) als Standort für eine zweite Fabrik ausgewählt zu werden. „Die Entscheidung soll angeblich noch in dieser Woche bekannt gegeben werden“, hieß es gestern in Branchenkreisen.

FRANKFURT/M. AMD in Dresden reagiert zurückhaltend. „AMD hat einen bevorzugten Standort, aber die notwendigen Gespräche und Verhandlungen sind noch nicht abgeschlossen. Wir erwarten, dass wir noch in diesem Quartal mehr sagen können“, sagte Unternehmenssprecher Jens Drews auf Anfrage.

Früheren Angaben zu Folge will AMD, nach Intel der weltgrößte Hersteller von PC-Prozessoren, ein neues Werk errichten, in dem auf 300 Millimeter großen Waferscheiben modernste Computerchips produziert werden können. Wie zu hören ist, handelt es sich dabei um eine Investition von mehr als 1 Mrd. Euro. In der neuen Fabrik würden mehrere Hundert Arbeitsplätze geschaffen. Ein AMD-Sprecher wollte diese Angaben nicht kommentieren.

Bis zuletzt lagen zwei Standorte Kopf an Kopf im Wettstreit um den Zuschlag: East Fishkill im US-Staat New York und Dresden. Intern ist die Entscheidung bei AMD bereits gefallen. „Wir haben einen Standort und den Baubeginn festgelegt. Wir können aber noch keine Details nennen“, sagte AMD-Chef-Entwickler Bill Siegle in der vergangenen Woche gegenüber Analysten in den USA.

Für den US-Standort East Fishkill spricht die unmittelbare Nähe zum Technologiepartner IBM. Der IT-Konzern unterhält dort einen wichtigen Forschungsstandort. Bereits heute arbeiten dort AMD-Experten gemeinsam mit ihren IBM-Kollegen.

Doch auch Dresden kann in vielen Bereichen punkten: Seit 1996 hat AMD dort eine der modernsten Chipfabriken der Welt aufgebaut. Insgesamt investierte AMD 2,2 Mrd. Euro am sächsischen Standort, 400 Mill. Euro davon waren freilich staatliche Subventionen. Zudem liefert die benachbarte Technische Universität gut ausgebildeten High-Tech-Nachwuchs.

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