Öffnung der französischen Netze
Debitel und SFR sind sich einig

Die Stuttgarter Debitel AG und die Vivendi-Universal-Tochter SFR sind sich einig geworden und haben den ersten MVNO-Vertrag (Mobile Virtual Network Operator) in Frankreich unterzeichent.

HB PARIS. Wie der französische Industrieminister Patrick Devedjian am Freitag weiter mitteilte, zeigt sein Einsatz für größeren Wettbewerb und niedrigere Preise auf dem französischen Mobilfunk-Markt damit erstmals Erfolg.

Die Stuttgarter erhalten Zugang zum GSM-Netz und GPRS und können von 2005 an das UMTS-Mobilfunknetz von SFR nutzen. Sie können damit auf den französischen UMTS-Markt vordringen, ohne die noch freie vierte Lizenz zu erwerben. Wegen der hohen Markteintrittskosten teilen sich bisher nur drei Anbieter die Netze: SFR, Bouygues Télécom und Orange, eine Tochter von France Télécom.

MVNO-Anbieter hatten darüber geklagt, dass die großen Mobilfunkanbieter sich nur zögerlich dazu durchringen könnten, ihre Netze an Wettbewerber zu verpachten. Die Regierung dringt auf eine Öffnung der Netze, um über die Belebung der Konkurrenz die Mobilfunkpreise zu senken.

Bis Ende des Jahres könnten neben Debitel noch zwei weitere virtuelle Anbieter auf den Markt kommen, sagte der Beigeordnete Industrieminister Patrick Devedjian am Freitag. Orange werden Gespräche zur Öffnung seines Netzes für die britische Phone House nachgesagt.

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