Olympus-Bilanzskandal
Drei Ex-Manager müssen vor Gericht

Drei ehemalige Manager und drei Banker des Kameraherstellers Olympus müssen wegen Bilanzfälschung vor Gericht. Auch gegen das Unternehmen selbst erhob die Staatsanwaltschaft Anklage.
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TokioDrei ehemalige Olympus-Manager und drei Banker müssen sich wegen des Bilanzskandals bei dem japanischen Kamera-Hersteller vor Gericht verantworten. Auch gegen das Unternehmen selbst erhob die Staatsanwaltschaft in Tokio am Mittwoch Anklage, nachdem die Börsenaufsicht am Dienstag Strafanzeige gestellt hatte.

Unter den Angeklagten ist auch der frühere Olympus-Präsident Tsuyoshi Kikukawa, der Konzernchef Michael Woodford nach der Aufdeckung der Bilanzfälschung vor die Tür gesetzt hatte. Kikukawa war zusammen mit den anderen Beschuldigten im Februar festgenommen worden. Sie sollen Verluste durch dubiose Übernahmekonstrukte vertuscht haben. Den Ex-Managern drohen nun bis zu zehn Jahre Haft oder eine Geldstrafe von bis zu zehn Millionen Yen (rund 100.000 Euro).

„Wir nehmen die Vorwürfe sehr ernst und werden uns weiterhin bemühen, die Unternehmensführung zu verbessern“ teilte Olympus mit. „Wir möchten uns noch einmal bei unsere Aktionären, Investoren, Geschäftspartnern, Kunden und allen weiteren Betroffen aufrichtig entschuldigen.“ Die Notierung des Unternehmens an der Tokioter Börse ist der Aufsichtsbehörde zufolge wegen der Klage nicht in Gefahr. Olympus hat Ende der 1980er Jahre riskant investiert und die Verluste daraus 13 Jahre lang systematisch verheimlicht. Woodford hatte das Vorgehen im Oktober offengelegt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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