Online-Handelsplattform
Ebay trotz Gewinnsprung unter Druck

Die Ergebnisse der Online-Handelsplattform Ebay haben die Erwartungen der Analysten leicht übertroffen. Dennoch fiel die Aktie nachbörslich. Die Anleger zeigten sich enttäuscht über die Prognose für das Weihnachtsquartal.
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San JoseEbay hat mit seiner Gewinnprognose die Anleger enttäuscht. Für das vierte Quartal prognostizierte der Internet-Händler ein Ergebnis, das wegen teurer Marketingkampagnen unter den Erwartungen der Analysten lag. Die Aktie fiel daraufhin im nachbörslichen Handel am Mittwoch mehr als vier Prozent. Das US-Unternehmen will sich in der heiß umkämpften Branche einen festen Platz sichern und steckt daher viel Geld in seine Online-Plattform.

Für das laufende Vierteljahr rechnet Ebay nach eigenen Angaben mit einem bereinigten Gewinn von 57 bis 59 Cent je Anteilsschein. An der Wall Street wurden bislang jedoch 59 Cent je Dividendenpapier erwartet. In der Vergangenheit bekam Ebay die Konkurrenz des Online-Versandhändlers Amazon und die Online-Expansion klassischer Einzelhändler zu spüren. Anders als größere Rivalen, die auf Massenware setzen, präsentiert sich das Unternehmen eher als virtueller Flohmarkt, auf dem Sammler- und Einzelstücke vertrieben werden. Mit seinen Investitionen will es Lieferzeiten kurz halten und die Nutzerfreundlichkeit erhöhen.

Im dritten Quartal zahlte sich die Neuausrichtung der Internetplattform für Ebay aus. Der Nettogewinn erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 25 Prozent auf 523 Millionen Dollar. Der Umsatz legte im Berichtszeitraum um 8,7 Prozent auf 2,4 Milliarden Dollar zu.

Ebay musste sich neu ausrichten, da der Konzern sich nicht mehr auf den deutlich schneller wachsenden Bezahldienst Paypal stützen kann. Dieser wurde abgespalten und ist mittlerweile ein eigenständiges Unternehmen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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