Online-Karrierenetzwerk Linkedin verbucht Verlust nach teurer Expansion

Linkedin kann mehr Mitglieder und ein starkes Geschäft mit Personalvermittlungen für Firmen vermelden. Jedoch gibt der Konzern in diesem Segment mehr Geld aus als er einnimmt. Auch eine Expansion drückt ins Minus.
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Das Karrierenetzwerk LinkedIn muss nach seiner teuren Expansion einen Verlust von 68 Millionen Dollar verbuchen. Quelle: dpa
Online-Netzwerk LinkedIn

Das Karrierenetzwerk LinkedIn muss nach seiner teuren Expansion einen Verlust von 68 Millionen Dollar verbuchen.

(Foto: dpa)

BangaloreDas weltgrößte Online-Karrierenetz Linkedin bezahlt seine kostspielige Expansion mit roten Zahlen. Für das vergangene Quartal wies der US-Rivale des deutschen Pendants Xing am Donnerstag einen Verlust von 68 Millionen Dollar aus. Vor einem Jahr hatte das Unternehmen noch knapp unter der Gewinnschwelle gelegen. Anleger reagierten enttäuscht: Die Linkedin-Aktie gab im nachbörslichen Handel 3,9 Prozent nach.

Unzufrieden zeigten sich Branchenkenner auch mit der Umsatzprognose fürs Gesamtjahr. Diese wurde zwar auf 2,94 Milliarden Dollar angehoben von zuvor 2,90 Milliarden. Dies ist aber nur auf den Beitrag der zuletzt für 1,5 Milliarden Dollar übernommenen Internet-Weiterbildungsfirma Lynda.com zurückzuführen. Analysten verweisen auf ein schleppendes Geschäft mit Anzeigen auf mobilen Geräten. „Es gibt einige kurzfristige Herausforderungen, die sie bewältigen müssen, nämlich die Schwäche in der Bildschirmwerbung“, sagte James Cakmark vom Brokerhaus Monness, Crespi, Hardt & Co.

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Platz 10: Internationale Erfahrung

Ein kosmopolitischer Weltenbummler, das kommt beim künftigen Chef gut an, denken sich viele Bewerber. Allerdings macht es einen Unterschied, ob jemand drei Fremdsprachen fließend spricht oder unter „internationaler Erfahrung“ den alljährlichen Urlaub in der Toskana versteht.

Die Studie wurde vom 2003 gegründeten sozialen Netzwerk LinkedIn durchgeführt. Das Portal hat mehr als 187 Millionen Mitglieder, darunter Top-Entscheider aller Fortune-500-Unternehmen und ist nach eigenen Angaben das größte Online-Netzwerk für Berufstätige.

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Platz 9: Effektiv

Auch so eine gerne benutzte Formulierung beim Selbstporträt in beruflichen Online-Profilen, in Indien ist es sogar das meistgenutzte Wort. Allerdings kann nicht jeder effektiv sein, der es von sich behauptet, denn wahre Effektivität beinhaltet das schnelle und gründliche Abarbeiten von Aufgaben. Viele „Effektive“ sind in der Praxis oft nur schnell.

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Platz 8: Kommunikative Fähigkeiten

Kommunizieren kann eigentlich im Zeitalter von Facebook und Twitter jeder. Das heißt aber noch lange nicht, dass derjenige den richtigen Ton im Umgang mit den Kollegen trifft.

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Platz 7: Organisiert

Ein überstrapaziertes Adjektiv bei der Selbstbeschreibung und gleichzeitig ein großes Versprechen an den potenziellen Chef: Eine solche Person hat immer alle Termine und Aufgaben fest im Blick, selbst wenn es richtig stressig im Büro wird. Peinlich, wenn man das Versprechen dann im Alltag nicht halten kann.

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Platz 6: Erfolgsorientiert

Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, dass man in seinem Beruf nicht erfolglos sein möchte. In diesem Fall ist auch Vorsicht vor möglichen negativen Konnotationen geboten, denn bis zum „Karriereristen“ mit Ellbogenmentalität ist es von dieser Warte aus auch nicht besonders weit.

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Platz 5: Innovativ

Auch hier gilt: Nicht jeder, der sich für innovativ hält, ist es tatsächlich. Der inflationäre Gebrauch des Wortes in unserer „Innovationsgesellschaft“ ändert daran auch nichts. Immerhin ist offenbar ein bisschen Einsicht eingekehrt, seitdem die LinkedIn-Studie das erste Mal durchgeführt wurde: 2010 stand die Eigenschaft „innovativ“ noch an vorderster Stelle.

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Platz 4: Motiviert

In Malaysia, Saudi-Arabien, Südafrika, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Großbritannien wird diese Eigenschaft zwar noch weitaus mehr strapaziert, aber auch in Deutschland denken zahlreiche Mitglieder in beruflichen Online-Profilen, sie müssten noch extra erwähnen, dass sie motiviert sind. Was denn sonst? Und seit wann gilt dies als individuelle Zusatzqualifikation, die man anderen Bewerbern voraus hat?

Stark laufen dagegen die Personalvermittlungsangebote für Firmen, die 62 Prozent zum Konzernumsatz beitragen. Dieser legte im abgelaufenen Vierteljahr um ein Drittel auf 712 Millionen Dollar zu. Noch höher waren allerdings die Kosten, die um mehr als die Hälfte auf 792 Millionen Dollar in die Höhe schnellten. Linkedin steckt viel Geld in den Zukauf neuer Geschäfte sowie in Vertrieb und Entwicklung. Ziel ist es, aus dem gewaltigen Nutzerreservoir mehr Kapital zu schlagen. Die Zahl der Linkedin-Mitglieder lag Ende Juni bei 380 Millionen, 21 Prozent mehr als vor einem Jahr.

  • rtr
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