Online-Musikbörse
Napster sucht einen Käufer

Der Online-Musik-Anbieter Napster hat einen Kurssprung seiner Aktien ausgelöst. Grund: Man sucht nach einem Käufer.

HB SAN FRANCISCO. „Dritte haben Interesse an einem Kauf des Unternehmens gezeigt“, sagte Napster-Chef Chris Gorog. Zudem lägen Vorschläge für strategische Partnerschaften oder die Bildung von Gemeinschaftsunternehmen vor. Die Namen von Interessenten nannte er nicht. „Jedes Unternehmen, das bei digitalen Medien auf einer hohen Ebene agiert, wird wohl zumindest ein konzeptionelles Interesse an Napster haben“, sagte Gorog. Er führte dies am Montagabend auf Erfolge der jüngsten Produkte zurück. Napster-Aktien legten am Dienstag im frühen Handel um etwa 15 Prozent auf 4,09 Dollar zu.

Napster war vor Jahren Pionier der Internet-Musik-Tauschbörsen, musste im Juli 2001 jedoch wegen Urheberrechtsverletzungen schließen. Zwischenzeitlich gehörte es zu Bertelsmann, das sich damit Klagen zum Urheberrecht einhandelte. Anfang des Monats einigte sich Bertelsmann mit dem Musik-Unternehmen Universal Music auf die Zahlung von 60 Mill. Dollar, um einige dieser Verfahren zu beenden. Seit 2003 gehört Napster zu Roxio, das den Namen übernahm und den Dienst als kostenpflichtiges Online-Musikgeschäft statt als Gratis-Tauschbörse führt.

Allerdings geht die Zahl der Abonnenten zurück. Im Quartal bis Ende Juni betrug sie 512 000 nach 606 000 im Vorjahreszeitraum. Napster konkurriert mit dem iTunes Store von Apple, das in den USA 88 Prozent der legalen Downloads kontrolliert. Auch Microsoft hat angekündigt, mit seinem Zune-Musikplayer und einem dazugehörigen Online-Geschäft in den Markt einsteigen zu wollen.

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