
Doch das Verhältnis von Google und den klassischen Medienhäusern ist schwierig. Gerade in Europa sehen viele Verleger das Netzunternehmen als Feind. Viele gehen konform mit der Meinung von Verleger Hubert Burda, der Google vorwirft, von den Inhalten anderer zu profitieren.
Der US-Branchenverband NAA bat dagegen um Ideen, wie seine Mitglieder der existenzbedrohenden Krise begegnen könnten. Als Reaktion bot Google vergangene Woche ein Bezahlsystem für Kleinstbeträge an, das den wirtschaftlichen Verkauf einzelner Artikel im Netz möglich machen könnte.
Auch andere Anbieter aus der Internetwelt versuchen, klassischen Medienhäusern neue Erlösmodelle aufzuzeigen - und dabei zu verdienen. So präsentierte auf der Techcrunch 50 das Start-up 5to1 ein System, mit dem Nachrichtenseiten jene Teile ihres Angebots, die sie selbst nicht vermarktet bekommen, mit passenden Anzeigen bestücken können. Bisher platzieren sie dort automatisch ausgewählte Werbung, die häufig wenig in das jeweilige Umfeld passt - entsprechend gering sind die Preise dafür.
Nicht alle Medienkonzerne in den USA lassen sich auf das Friedensangebot von Google ein. Beispielsweise beteiligt sich der Medienkonzern News Corp., zu dem das weltgrößte Wirtschaftsblatt "Wall Street Journal" gehört, nicht an der Kooperation mit der Internetsuchmaschine. News Corp.-Chef Rupert Murdoch sieht auf seine eigene Stratege, künftig Bezahlinhalte durchzusetzen, um unabhängiger von Google und der Werbekonjunktur zu werden. Auch andere große Zeitungsverlage wie beispielsweise Gannett ("USA Today") oder McClathy ("Miami Herald") lehnen eine Beteiligung an "Fast Flip" ab.