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Online-Plattformen: Wo Kontakte bares Geld wert sind

Von wegen Kostenlos-Kultur: Auch Soziale Netzwerke können Geld verlangen. Allerdings müssen sie einen konkreten Nutzen bieten: wertvolle Kontakte für die Karriere – oder für die Partnersuche. Einige Erfolgsgeschichten.

Der Liebling der Wall Street: Das Soziale Netzwerk LinkedIn begeistert die Anleger mit guten Zahlen. Quelle: dapd
Der Liebling der Wall Street: Das Soziale Netzwerk LinkedIn begeistert die Anleger mit guten Zahlen. Quelle: dapd

Mehr als eine Milliarde Nutzer, aber keine fetten Gewinne: Facebook tut sich noch schwer, mit seiner großen Reichweite Kasse zu machen, ähnliches gilt für Twitter. Einige Soziale Netzwerke zeigen aber, dass Kontakte durchaus bares Geld wert sind. Anders als der blaue Riese setzen sie nicht auf Werbung, sondern vor allem auf Gebühren. Denn für einige Dinge zahlen die Nutzer gerne – für die Karriere etwa, aber auch für Flirts.

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Xing
Xing tut das, was Facebook kategorisch ausschließt: Es bittet die Nutzer zur Kasse. Bei dem Sozialen Netzwerk für geschäftliche Kontakte sind nur die Basisfunktionen gratis; wer beispielsweise gezielt nach Unternehmen oder Personen suchen oder die Besucher seines Profils sehen will, muss eine monatliche Gebühr zahlen, die derzeit ab rund 5,50 Euro kostet.

Dieses Geschäftsmodell funktioniert offenbar, rund 800.000 der weltweit 12,4 Millionen Mitglieder zahlen für die Vernetzung. Im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres machte Xing rund 18 Millionen Euro Umsatz, davon 65 Prozent mit Abos. Mit Personaldienstleistungen für Unternehmen, E-Recruiting genannt, erwirtschaftete das Netzwerk 6,8 Millionen Euro

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StudiVZ ist gescheitert, auch die anderen Sozialen Netzwerke mit deutschen Wurzeln tun sich gegen Facebook schwer. Die Xing AG schreibt eine der wenigen deutschen Erfolgsgeschichten in der Web-2.0-Branche. Allerdings bekommt das Hamburger Unternehmen zunehmend Konkurrenz. 

LinkedIn
Der große Wettbewerber von Xing ist das US-Unternehmen LinkedIn. Das will mit seiner Plattform ebenfalls ein Karrierehelfer sein, ist allerdings stärker auf internationale Kontakte ausgerichtet als etwa Xing. Genau deswegen kann der Börsen-Star dem deutschen Konkurrenten gefährlich werden: Wer beruflich viel im Ausland unterwegs ist, findet seine Geschäftspartner eher bei LinkedIn, das weltweit 175 Millionen Nutzer hat.

Online-Plattformen Wo Kontakte bares Geld wert sind

Von wegen Kostenlos-Kultur: Auch Soziale Netzwerke können Geld verlangen. Allerdings müssen sie einen konkreten Nutzen bieten: wertvolle Kontakte für die Karriere – oder für die Partnersuche. Einige Erfolgsgeschichten.

Die Amerikaner bieten ebenfalls eine Premium-Mitgliedschaft, verdienen aber mehr Geld mit Anzeigen und Jobvermittlung. Im zweiten Quartal verdoppelte sich der Umsatz nahezu auf 228 Millionen Dollar. Dazu trug vor allem das Geschäft mit Personaldienstleistungen bei, das 121 Millionen Dollar beisteuerte. Mit Abos verdiente LinkedIn 43,5 Millionen Dollar. Der Gewinn lag wegen hoher Ausgaben für Mitarbeiter-Aktien lediglich bei 2,8 Millionen Dollar. 

Badoo
Alle reden über Facebook und Twitter – doch auch ohne große Schlagzeilen wächst das Netzwerk Badoo rasant. Anders als beim Marktführer geht es nicht darum, Kontakte mit Schulkameraden, Freunden und Kollegen zu pflegen, sondern neue Leute kennenzulernen. Dabei geht es meist um Flirts – oder mehr. Gut 163 Millionen Menschen sind nach Angaben des Unternehmens registriert, wobei es nicht aufschlüsselt, wie viele sich regelmäßig einloggen. Ein Anhaltspunkt: Laut dem Analysedienst Alexa ist badoo.com auf Platz 133 der beliebtesten Websites weltweit.

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