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Online-Reiseverkäufer: Ermittlungen gegen Unister ausgeweitet

Seit Monaten ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Unister. Jetzt gibt es neue Verdachtsmomente. Es geht um Adresshandel und gefälschte Preisangaben. Das Unternehmen weist die Vorwürfe zurück.

Am Mittwoch hat es noch einmal umfangreiche Durchsuchungen bei Unister und deren Geschäftspartnern gegeben. Quelle: dapd
Am Mittwoch hat es noch einmal umfangreiche Durchsuchungen bei Unister und deren Geschäftspartnern gegeben. Quelle: dapd

LeipzigDie sächsische Generalstaatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungen gegen den Online-Reiseverkäufer Unister erheblich ausgeweitet. Wie Behördensprecher Wolfgang Klein sagte, wird jetzt auch wegen des Verdachts des illegalen Adresshandels und wegen gefälschter Preisangaben auf den Unister-Portalen wie fluege.de und ab-in-den-urlaub.de ermittelt. Seit längerem schon steht Unister zudem im Verdacht, illegal Versicherungen verkauft und dabei Steuern in Millionenhöhe hinterzogen zu haben. Das Unternehmen wies die neuen Vorwürfe als unzutreffend zurück.

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Am Mittwoch habe es noch einmal umfangreiche Durchsuchungen bei Unister und deren Geschäftspartnern gegeben, sagte Klein. 40 Polizeibeamte und vier Staatsanwälte waren in der Zentrale in Leipzig sowie in Potsdam und Bayern im Einsatz. Unister bestätigte dies, sprach aber in einer Mitteilung lediglich von „Nachuntersuchungen in den Räumen von Unister“. Man habe weitere Unterlagen an die Behörden übergeben und sei an Aufklärung interessiert.

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Klein sagte: „Es besteht der Verdacht, dass über mehrere Jahre Kundendaten ohne Wissen der Betroffenen verkauft worden sind an kommerzielle Adresshändler.“. Damit habe Unister mehrere Millionen Euro gemacht. Die Ermittlungen wegen illegalen Adresshandels seien durch eine Strafanzeige des sächsischen Datenschutzbeauftragten ins Rollen gebracht worden.

Die Generalstaatsanwaltschaft glaubt zudem, dass Unister mit gefälschten Preisen auf seinen Reiseseiten gegen das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb verstoßen hat. Systematisch seien den Kunden auf den Reiseportalen Schnäppchen vorgegaukelt worden durch sogenannte Streichpreise - die allerdings frei erfunden waren.

  • 30.01.2013, 22:29 UhrRalph

    Unister findet immer ungewöhnliche Wege und handelt erst, wenn es nicht mehr anders geht. Wie ist es möglich, dass für die zur Unister Gruppe gehörende Opernpark Center GmbH, die für den Neubau der Firmenzentrale an der Goethestrasse zuständig ist, keine Bilanzen nach 2008 an den Bundesanzeiger eingereicht sind. Alle anderen Firmen hätten längst erhebliche Strafen aufgebrummt bekommen. Man sieht, Wagner schafft Alles und Alle.

  • 30.01.2013, 21:12 Uhrjerecoba

    Ich kann nicht nachvollziehen, das Prominente, wie z.B. Ballack oder Reiner Calmund für dieses Unternehmen Werbung machen und damit auch noch die Machenschaften unterstützen. Gleiches gilt für die Sender, die Werbung dafür machen, wie z.B. die ARD im Morgenmagazin. Für mich ist das der eigentliche Skandal.

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