Online-Werbung
Yahoo, Microsoft und AOL greifen an

Facebook und Google beherrschen das Geschäft mit Online-Werbung. Microsoft, Yahoo und AOL haben das Nachsehen. Die drei Unternehmen tun sich jetzt zusammen. Immerhin sind sie die größten Web-Portale der USA.
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San Francisco/New YorkMicrosoft, Yahoo und AOL wollen ab Januar gemeinsam Online-Werbung verkaufen und so Google und Facebook Konkurrenz machen. Das am Dienstag angekündigte Bündnis will weniger begehrte Werbeflächen anbieten, die die einzelnen Unternehmen bislang kaum vermarkten konnten.

Dennoch blieben die drei Konzerne selbstständig und träten mit eigenen Verkaufsabteilungen gegeneinander an. Deshalb erwarteten sie kein Eingreifen der US-Wettbewerbsbehörde, erklärten sie.

Mit 16 Prozent Anteil am US-Onlineanzeigenmarkt ist Facebook derzeit Marktführer, gefolgt von Google mit neun Prozent. Noch 2008 hatte Yahoo 18 Prozent Anteil, in diesem Jahr sind es 13. Microsoft liegt bei fünf Prozent, AOL bei vier.

„Wir sind begeistert, in Partnerschaft mit Microsoft und AOL etwas auf den Markt zu bringen, das nach unserer Überzeugung der effizientere, effektivere und weniger aufwändige Weg ist, um wirklich erstklassige Bestände und Formate zu erreichen“, sagt Ross Levinsohn der Nachrichtenagentur Bloomberg.Er ist als Executive Vice President bei Yahoo zuständig für Nord- und Südamerika.

„Wir konzentrieren uns jetzt zu 100 Prozent darauf, unser Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Wir arbeiten direkt mit Vermarktern und Agenturen, um bessere Ergebnisse für unsere Anzeigenpartner zu erzielen.“

Die Zusammenarbeit wird sich auf die USA und auf Kanada erstrecken, dort allerdings ohne Microsoft. Aktien von Microsoft stiegen nach der Ankündigung um 1,3 Prozent. Yahoo-Aktien kletterten um 1,8 Prozent, AOL um 1,9 Prozent.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur
Annika Reinert
Petrina Engelke
Handelsblatt Online / Freie Mitarbeiterin

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