Onlinemarketing im Trend
Werbung nach Zuschnitt

Die Suchwortvermarktung im Internet boomt. Doch die Branche entwickelt bereits neue Instrumente, durch die auch langfristige Interessen der Nutzer berücksichtigen werden sollen.

DÜSSELDORF. Google kennt jeder. Aber auch die Suchmaschine weiß ziemlich genau über ihre Besucher Bescheid. Gibt der Nutzer das Wort „Versicherung“ ein, sieht er dazu einige Werbeanzeigen. Der Gedanke hinter der so genannten Suchwortvermarktung ist simpel: Der Suchende interessiert sich für Versicherungen – also ist die Chance groß, dass er auch eine abschließen möchte.

Suchwortvermarktung boomt: In diesem Jahr wird der Umsatz mit 710 Mill. Euro knapp 43 Prozent des gesamten deutschen Onlinewerbemarktes ausmachen. Doch trotz der gewaltigen Wachstumsrate von 80 Prozent schaut sich die Branche bereits nach neuen Werbeformen um, die auch die langfristigen Interessen der Nutzer berücksichtigen sollen.

Und entdeckt ein altes Wissen: ganze Nutzerprofile. Das so genannte Targeting erfasst etwa Geschlecht, Alter, Wohnort und vor allem grundsätzliche Interessen eines Nutzers auf Grund eigener Auskünfte oder gelesener Artikel.

Bislang ist der Umsatz mit diesem Instrument zwar verschwindend gering. Das Beispiel Google zeigt aber, wie viel Potenzial im Targeting steckt: In Deutschland werden pro Monat 650 Millionen Suchanfragen gestartet. Die meisten davon beim Suchmaschinengiganten. „Wenn man seine Cookies nie gelöscht hat, besitzt Google die Daten von allen Stichwörtern, die man je dort eingegeben hat“, sagt Herwig Seitz, Experte für Onlinemarketing bei CPC Consulting in Wien. Der Anfang bei Google sei mit der Profilfunktion schon gemacht. Sie speichert schon jetzt alle Suchwörter, um die künftigen Suchergebnisse zu ordnen.

Der Onlinebuchhändler Amazon benutzt das zielgenaue Werben schon seit langem erfolgreich. Sobald der Kunde ein Buch gekauft hat, bekommt er Empfehlungen für ähnliche Artikel. „Die Neuheit beim Targeting ist jetzt, dass die Profile nach Zielgruppen katalogisiert werden“, erklärt Seitz.

Eines der führenden Unternehmen auf diesem Gebiet ist United Internet Media. Die Agentur vermarktet unter anderem die Portale GMX, Web.de und 1&1 für ihren Mutterkonzern United Internet. Über zehn Millionen Besucher surfen jede Woche auf einem dieser Portale. Damit verfügt die Agentur über Unmengen von Daten, mit denen sie ihre Zielgruppen unterscheiden kann.

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