Operativ in Gewinnzone zurückgekehrt
Infineon überrascht Analysten

Der Münchener Halbleiterkonzern Infineon ist im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2005/2006 überraschend operativ in die Gewinnzone zurückgekehrt und hat seinen Verlust unter dem Strich unerwartet deutlich eingedämmt.

HB MÜNCHEN. Auch der Konzernfehlbetrag verringerte sich verglichen mit dem Vorquartal deutlicher als von Analysten erwartet. Der Betriebsgewinn (Ebit) habe 28 Mill. Euro betragen, nach dem im Vorquartal noch ein operativer Fehlbetrag von 122 Mill. Euro angefallen war, teilte Infineon am Mittwoch mit. Erstmals seit vier Quartalen schrieb das Unternehmen damit operativ wieder schwarze Zahlen. „Wir haben unsere Performance im letzten Quartal deutlich verbessert“, erklärte Vorstandschef Wolfgang Ziebart.

Der Nettoverlust habe sich auf 26 Mill. Euro von 183 Mill. Euro im Vorquartal reduziert, hieß es vom Unternehmen weiter. Analysten hatten im Durchschnitt einen Quartalsverlust inklusive des Buchgewinns aus dem Inotera-Börsengang und den Umbaukosten von 47 Mill. Euro erwartet.

Investoren und Branchenexperten zeigten sich erfreut über den Zwischenbericht. Die Infineon-Aktie legte am Mittwoch im frühen Handel gut zwei Prozent zu.

Infineon habe vor allem von der hohen Nachfrage nach Speicherchips und Halbleitern für den Automobilbau und die Industrie profitiert, teilte das Unternehmen weiter mit. Der Konzernumsatz sei in den Monaten Januar bis März um knapp ein Fünftel auf 1,993 Mrd. Euro gestiegen. Dagegen habe das Unternehmen weniger mit seinen Mikrochips für die Telekommunikationsbranche umgesetzt. Die Erlöse gingen hier auf 308 (334) Mill. Euro zurück und das Minus beim betriebsergebnis stieg um acht auf 29 Mill. Euro. Ursächlich dafür sei vor allem der Nachfragerückgang nach Basisband-Komponenten, der nicht vollständig durch die signifikant höheren Umsätze im Geschäft mit Breitband-Zugangsprodukten ausgeglichen werden konnte.

Parallel zum Umsatzanstieg hätten auch die Betriebsgewinne der Speicherchipsegmente und des Auto- und Industriebereichs (AIM) zugenommen. Die Steigerung des Ebit im Bereich AIM auf 74 (51) Mill. Euro führte das Unternehmen vor allem auf eine über den Erwartungen liegende Nachfrage und eine verbesserte operative Performance in allen Bereichen des Segments zurück. Höhere Umsätze seien hauptsächlich mit Leistungshalbleitern, Produkten für Computerperipherie aus dem ASIC-&-Design-Solutions-Geschäft und auf Grund der sehr starken Nachfrage im Geschäft mit Sicherheits- und Chipkarten-ICs erzielt worden.

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