Optiker
Fielmann will Zahl der Filialen verdoppeln

Der Brillenfilialist Fielmann erwartet auf Jahre hinaus kein Ende seines Wachstums. Die Zahl der Filialen soll sich langfristig verdoppeln. Im laufenden Jahr wird das Unternehmen das Wachstumstempo des ersten Quartals aber nicht halten können.

HB HAMBURG. "Innerhalb von drei bis fünf Jahren wollen wir den Vorsteuergewinn in Deutschland auf 150 Mill. Euro steigern", sagte Finanzvorstand Georg Zeiss am Donnerstag in Hamburg. Fielmann erwirtschaftet auf dem heimischen Markt drei Viertel des Gewinns. Wenn das so bleibt, wäre für den Konzern mit rund 200 Mill. Euro zu rechnen.

Für das laufende Jahr wollte sich Vorstandschef Günther Fielmann nicht auf Zuwächse bei Umsatz und Gewinn festlegen. "Ich hoffe, dass das Vorsteuerergebnis zweistellig steigt, kann es aber nicht sagen." Messlatte ist das um eine zehn Mill. Euro schwere Nachzahlung der Krankenkassen bereinigte Ergebnis vor Steuern von rund 126 Mill. Euro aus dem Vorjahr. Das Wachstumstempo werde aber im Gesamtjahr aber kleiner ausfallen als im ersten Quartal, sagte Fielmann.

Die steigende Nachfrage nach teuren Gleitsichtbrillen und geringere Ausgaben für Werbung ließen den Überschuss von Januar bis März um gut die Hälfte auf 27 Mill. Euro steigen. Die Werbung habe type="person" value="Fielmann, Günther">Fielmann zurückgefahren, da sich die Filialen des Kundensturms kaum noch erwehren könnten, sagte Fielmann. "70 Prozent der Kunden berichteten über Wartezeiten." Vor Steuern verdiente das Unternehmen mit 39 Mill. Euro rund ein Drittel mehr. Bei 1,5 Mill. verkauften Brillen steigerte Fielmann den Umsatz um fünf Prozent auf 218 Mill. Euro.

Um Wartezeiten zu verhindern, will Fielmann das Filialnetz deutlich ausweiten und die Prozesse verbessern. Mittelfristig soll die Zahl der Filialen in Deutschland auf 700 von 500 und konzernweit auf 800 steigen, langfristig sogar auf 1200 bis 1300. Dann erhofft sich Fielmann einen Umsatz von zwei Mrd. Euro - 2007 waren es 840 Millionen.

Die Zwei-Milliarden-Schwelle will Fielmann aus eigener Kraft knacken. Dennoch ist das Unternehmen auf Zukäufe aus. "Wir sind fortwährend in Gesprächen zur Übernahme kleinerer und mittlerer Optiker-Ketten in Europa", sagte Fielmann. "Wir wollen in Europa im Prinzip in jedes Land." Bisher ist Fielmann in Österrreich, der Schweiz, Benelux, Polen und dem Baltikum vertreten. In der Regel kaufe das Unternehmen Wettbewerber und entwickle sie weiter, um Märkte zu erschließen, sagte Fielmann.

Auch der Verkauf von mehr Gleitsichtbrillen, Kontaktlinsen und Hörgeräten soll zusätzlichen Umsatz bringen. "Derzeit ist jede fünfte Brille eine Gleitsichtbrille", sagte type="person" value="Fielmann, Günther">Fielmann. Langfristiges Ziel seien 30 Prozent. Bei Hörgeräten will er in einigen Jahren den bekannten Filialisten Geers überrunden und gut 90 Mill. Euro mit Hörhilfen umsetzen.

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