Optimistische Erwartungen
Elektronik-Branche hofft auf Obamas Milliarden

Mit Obama kommt die Hoffnung - auch bei den Managern der Elektronik-Industrie. Für die Forschung und Entwicklung alternativer Energien will der künftige US-Präsident rund 150 Mrd. Dollar investieren. In der Krise setzen die Hersteller darum vor allem auf Energiespar-Produkte.

MÜNCHEN. Mit Barack Obama wird alles besser. Das glauben nicht nur Millionen Amerikaner, sondern auch viele Manager in der von der Wirtschaftskrise gebeutelten Elektronik-Industrie. Satte 150 Mrd. Dollar will der frisch gewählte US-Präsident in den nächsten Jahren in die Forschung und Entwicklung alternativer Energien stecken. Von diesem neu gewonnenen Umweltbewusstsein in den USA wollen die Hersteller elektronischer Bauelemente kräftig profitieren. Sie investieren bereits seit Jahren stark auf diesem Feld und glauben nun, die Früchte ernten zu können.

„Natürlich wird das nächste Jahr schwierig. Aber Produkte, die den Energieverbrauch senken, werden weiter nachgefragt werden“, sagte gestern Peter Bauer, Chef des Halbleiterherstellers Infineon auf der weltweit führenden Messe der Branche, der Electronica in München. Das glaubt auch Brian Halla, Vorstandsvorsitzender des Infineon-Konkurrenten National Semiconductor: „Der Trend hin zu energieeffizienten Systemen wird sich fortsetzen.“

Die Branche kann Unterstützung aus der Politik, wie sie Obama nun plant, gut gebrauchen. Denn der Markt schrumpft angesichts der bevorstehenden Rezession. Der Branchenverband ZVEI prognostizierte gestern für Deutschland einen Umsatzrückgang im Geschäft mit elektronischen Komponenten in diesem Jahr von vier Prozent auf 16,4 Mrd. Euro.

Schon 2007 rutschte der Markt um 1,4 Prozent und auch 2009 wird es weiter leicht bergab gehen. „Die Finanzkrise, der rohstoffpreisbedingte Inflationsschub und der weltweite Konsumrückgang haben negative Auswirkungen“, sagte gestern Martin Stark, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Elektronische Komponenten.

Weltweit sieht die Prognose mit einem Umsatzplus von vier Prozent auf 409 Mrd. Dollar zwar auf den ersten Blick deutlich besser aus. Doch rund um den Globus kämpfen zahlreiche Elektronikanbieter mit roten Zahlen, zahllose Wettbewerber verdienen kaum noch Geld.

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