Optimistische Prognose
Oracle profitiert von Zukäufen

Man kann Oracle-Chef Larry Ellison alles Mögliche vorwerfen, aber nicht einen Mangel an Selbstbewusstsein. Die am Dienstag vorgelegten Ergebnisse scheinen erneut Ellisons Strategie der Expansion durch Akquisition zu bestätigen. Seine Prognosen über die weitere Entwicklung von Oracle sind jedoch so optimistisch, dass sich Beobachter mittlerweile fragen, ob er sie ohne fortlaufende Akquisitionsfeldzüge erreichen kann.

je PORTLAND. Im vierten Geschäftsquartal, das am 31. Mai endete, steigerte Oracle den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 20 Prozent auf 5,8 Mrd. Dollar. Der Reingewinn wuchs um 23 Prozent auf 1,6 Mrd. Dollar und erreichten netto 31 Cent oder ohne Sonderposten 37 Cent pro Aktie. Analysten hatten laut Thomson Financial im Schnitt mit 35 Cent pro Anteil Gewinn ohne Einmalposten und 5,61 Mrd. Dollar Umsatz gerechnet. Die Erlöse aus Software stiegen im Quartal um 19 Prozent auf 4,8 Mrd. Dollar, wobei die Einnahmen aus neuen Lizenzen, ein Trendindikator, um 17 Prozent zulegten. Im gesamten Geschäftsjahr 2007 steigerte Oracle den Umsatz um ein Viertel auf 18 Mrd. Dollar; der Reingewinn stieg gleichzeitig um 26 Prozent auf 4,3 Mrd. Dollar oder 81 Cent pro Aktie.

Auf einer Veranstaltung für Oracle-Verkaufsrepräsentanten in Las Vegas im vergangenen Monat hatte Ellison (62) verkündet, dass Oracle bis 2012 einen Jahresumsatz von 50 Mrd. Dollar erreichen werde. Um dieses Ziel zu erreichen, müssten die Erlöse um jährlich fast ein Viertel wachsen. Das bislang von Ellison verkündete Ziel gilt bereits als ambitioniert. Mit einer Serie von Firmenübernahmen mit einem Wert von über 20 Mrd. Dollar sorgte Oracle für eine massive Konsolidierung in der Softwarebranche, die insgesamt nur noch schwach wächst. Allein im abgelaufenen Quartal übernahm der schärfste Konkurrent der deutschen SAP Hyperion Solutions für 3,3 Mrd. und Agile Software für 495 Mill. Dollar und beteiligte sich an der Sophoi Inc. „Um die eigenen Wachstumsziele zu erreichen, muss Oracle weitere Unternehmen kaufen“, kommentiert Charles DiBona, Analyst von der Investmentbank Sanford Bernstein.

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