Oracle
Die Zukunft in den Wolken

Im Kampf um Firmenkunden nimmt es Oracle-Chef Ellison mit Amazon und Microsoft auf: Mit 24 neuen Cloud-Dienste will er der Online-Konkurrenz das Wasser abgraben. Der Umsatz soll rasant zulegen.
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San FranciscoIn einer sich dramatisch ändernden Welt versucht der Softwareriese Oracle seine Relevanz in den Augen der Kunden zu behalten und sich einen Namen im Cloud-Business zu machen. Dazu gehört auch, sich neuen Konkurrenten zu stellen, die schnell agieren, in der Cloud geboren wurden und einen gehörigen Vorsprung haben.

„IBM war früher unser schärfster Konkurrent. Jetzt ist es Amazon“, erklärte Oracle-Gründer und Executive Chairman Larry Ellison am Montag am Firmensitz in Redwood City. Es ist der weltgrößte e-Commerce-Anbieter Amazon, der Datenbank-Spezialisten alter Schule wie Oracle das Leben schwer macht. Mit seinem Cloud-Service Amazon Webservices (AWS) hat sich Jeff Bezos tief in die Kernmärke von Larry Ellisons Unternehmen hineingefressen. Andere Angreifer sind Salesforce.com oder Workday, sie alle bieten Kunden- und Personalmanagement oder Marketing schlüsselfertig aus dem Internet an.

Ein Kunde muss keine teuren Server mehr kaufen, keine Softwarelizenzen, keine Datenbanken, keine gewaltigen Datenspeicher. Er braucht auch keine sündhaft teuren Wartungsverträge mehr. Alles Dinge, mit denen Oracle in der Vergangenheit prächtig verdient hat und zu einem Unternehmen mit 38 Milliarden Dollar Umsatz geworden ist. Zu dieser „alten Garde“ gehören neben Oracle auch IBM oder SAP. Die jedoch seien schon keine Konkurrenz mehr, meint Ellison: „Die treffen wir gar nicht mehr an, wenn es bei Kunden um die Cloud geht“. Dafür eben umso öfter Amazon, Microsoft, Workday oder Salesforce.

Mit der Vorstellung von 24 zusätzlichen Internetdiensten „komplettiert“ Oracle jetzt sein Angebot an Cloud-Software für Unternehmen. „Mit der heutigen Ankündigung kann ich sagen, dass wir ein komplettes Angebot für moderne Unternehmens-Applikationen im Internet haben“, sagte Ellison. Ein Unternehmen könne jetzt alle Anwendungen von der eigenen IT-Infrastruktur in die Oracle Cloud überführen, so Ellison. Oracle sei der einzige Anbieter, der dies alles aus einer Hand ermögliche. Andere, wie Salesforce oder Amazon, spezialisierten sich nur auf einzelne Bereiche.

Kommentare zu " Oracle: Die Zukunft in den Wolken"

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  • Man kann von Larry Ellison nicht erwarten, dass er Andere starkredet, doch SAP erreichte immerhin letztes Jahr einen Umsatz von rund 500 Millionen durch die Cloud allerdings, ebenso wie Oracle auch durch Übernahmen.
    SAP wiederum profitiert in Zukunft von der Partnerschaft mit IBM, vor allem im Mobilbereich und durch die superschnelle Datenbank "HANA" .
    Auch wenn SAP z.Z. und 2014 im Gesamtwacjstum die Nase vorne hatte, bzw. wohl auch 2015 haben wird, das Tennen bleibt spannend.

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