Paketlösung gewünscht
Orkla will Medien rasch verkaufen

Der norwegische Mischkonzern Orkla will bis zum Sommer dieses Jahres über die Zukunft seiner Mediensparte Orkla Media entscheiden. Wie Orkla Media-Chef Bjørn Wiggen in Oslo sagte, strebe man „eine Gesamtlösung“ an. Damit ist klar, dass Orkla seine Mediensparte nur komplett verkaufen will. Zuvor war spekuliert worden, dass der Konzern den Medienbereich, der zu den größten in ganz Nordeuropa zählt, auch in Teilen verkaufen könnte.

hst STOCKHOLM. Medienhäuser wie der schwedische Bonnier Verlag hatten Interesse an Teilen von Orkla Media gezeigt. Zu Orkla Media zählen neben der dänischen Tageszeitung „Berlingske Tidende“ weitere Publikationen in Norwegen, dem Baltikum und der Ukraine. In Polen ist Orkla Media mit 13 Zeitungen und einer Gesamtauflage von 560 000 Exemplaren der zweitgrößte Verlag des Landes.

Ende vergangenen Jahres hatte Orkla-Konzernchef Dag Opedal angekündigt, für die Mediensparte des Konzens einen Partner zu suchen oder sie zu verkaufen. Jetzt bestätigte Orkla, dass man nur noch mit einigen ausgewählten Interessenten verhandelt. Nach norwegischen Presseberichten soll ein Konsortium von Finanzinvestoren zu den Bietern gehören. Orkla wollte das nicht bestätigen.

Die Mediensparte verdreifachte im ersten Quartal des Jahres ihren Betriebsgewinn auf 75Mill. Kronen (9,7Mill. Euro). Der Umsatz blieb gegenüber mit 2,1 Mrd. Kronen nahezu unverändert. Der Vorsteuergewinn des Gesamtkonzerns, zu dem neben der Mediensparte auch Lebensmittel und Aluminiumherstellung gehören, stieg auf 1,2 (1,1) Mrd. Kronen.

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