Panasonic: Kartellamt ermittelt gegen Batteriehersteller

Panasonic
Kartellamt ermittelt gegen Batteriehersteller

Wegen des Verdachts auf illegale Preisabsprachen hat das Bundeskartellamt die Gebäude von mehreren Batterieherstellern durchsucht. Nach Informationen von „Handelsblatt Live“ ist auch der Elektroriese Panasonic betroffen.
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DüsseldorfDas Bundeskartellamt hat nach einem Bericht der digitalen Tageszeitung „Handelsblatt Live“ einen Schlag gegen ein vermutetes Kartell von Batterieherstellern geführt. Eines der betroffenen Unternehmen ist der japanische Konzern Panasonic. „Ich kann bestätigen, dass unsere Behörde am 1. April an sechs Standorten Durchsuchungen durchgeführt hat“, sagte Kay Weidner, Sprecher des Bundeskartellamts in Bonn, auf Anfrage.

25 Mitarbeiter der Behörde seien im Einsatz gewesen, jeweils unterstützt von der örtlichen Kriminalpolizei. „Die Ermittlungen beziehen sich auf die Herstellung und den Vertrieb von Industriebatterien. Es besteht der Verdacht auf wettbewerbsbeschränkende Preisabsprachen.“ Welche Unternehmen betroffen seien, wolle Weidner aus ermittlungstechnischen Gründen nicht sagen.

Sicher ist jedoch die Beteiligung von Panasonic. „Handelsblatt Live“ zitiert aus einer E-Mail des Leiters der Rechtsabteilung in Hamburg. Darin heißt es: „Liebe Kolleginnen und Kollegen, wie manche von Ihnen vielleicht schon gehört haben, hat gestern bei PIDSEU Hamburg eine behördliche Durchsuchung stattgefunden.“ PIDSEU ist das Kürzel für Panasonic Industrial Device Sales Europe – eine Vertriebsgesellschaft für Industrieprodukte des japanischen Konzerns. In der Mail wurden die Mitarbeiter aufgefordert, die Information vertraulich zu behandeln: „Geben Sie sie keinesfalls nach außen weiter und bestätigen Sie sie auch nicht auf Nachfrage!“

„Handelsblatt Live“ ist eine dreimal täglich aktualisierte Digitalzeitung, die über eine App für iPad und Android verbreitet wird.

Sönke Iwersen
Sönke Iwersen
Handelsblatt / Leiter Investigative Recherche

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