„Panasonic“: Matsushita setzt auf Flachbild-Fernseher

„Panasonic“
Matsushita setzt auf Flachbild-Fernseher

Der japanische Elektronikkonzern Matsushita – dessen Marke Panasonic weltbekannt ist – hat im vierten Quartal 2006 bestens verdient. Grund ist der Boom bei Flachbild-Fernsehern, wo das Unternehmen Marktführer ist. Fabrikneubauten sollen dafür sorgen, dass das so bleibt.

HB TOKIO. Der japanische Konzern konnte seinen operativen Gewinn im abgelaufenen Quartal um 5 Prozent auf 864 Mill. Euro (135,83 Mrd. Yen) steigern. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, konnte durch strikte Kostenkontrolle der Preisverfall bei den Geräten kompensiert und der Konkurrenz Paroli geboten werden. Um seine Position als Weltmarktführer auszubauen, will Matsushita nun für rund 1,8 Mrd. Euro die größte Flachbildschirm-Fabrik der Welt bauen.

Jeder dritte weltweit verkaufte Plasma-Fernsehr stammt von Matsushita. Mit der geplanten Großfabrik verdoppelt der japanische Konzern seine Herstellungskapazitäten, die bereits zuvor im Sommer durch eine neue Produktionsstätte ausgebaut werden sollen.

Im dritten Geschäftsquartal stieg der Nettogewinn um 60 Prozent auf 501,34 Mill. Euro, was aber vor allem auf Einmalbelastungen für ein Pensionsprogramm im Vorjahresquartal zurückgeführt wurde. Der Umsatz kletterte um 1,6 Prozent auf 15,3 Mrd. Euro. „Wir konnten uns über einen starken Absatz von Plasma-TV-Geräten und Digitalkameras freuen“, sagte Matsushita-Manager Tetsuya Kawakami.

Besser als Sony

Auch Matsushita-Erzrivale Sony konnte sich jüngst über Verkaufserfolge mit seinen Flachbildfernsehern freuen. Doch das gute Geschäft in diesem Bereich konnte bei Sony nicht die hohen Kosten für die Einführung der neuen Playstation ausgleichen, so dass der Konzern einen operativen Gewinnrückgang im Quartal von 15 Prozent auf 1,13 Mrd. Euro hinnehmen musste. Das Nettoergebnis sank um 5,3 Prozent.

Für das im März endende Geschäftsjahr hält Matsushita an seiner Gewinnprognose von 2,9 Mrd. Euro fest, was einem Plus von 9 Prozent entspräche. Analysten sind allerdings noch optimistischer: Sie erwarten im Schnitt 3,04 Mrd. Euro.

Vor der Matsushita-Mitteilung schlossen die Aktien des Konzerns 0,42 Prozent im Plus. Von Oktober bis Dezember hatten die Papiere 5 Prozent an Wert verloren, vor allem wegen der gestiegenen Präsenz von Konkurrenten wie Sharp auf dem Markt für große Flachbildschirme.

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