DüsseldorfAuf den ersten Blick sieht es so aus, als habe Apple nur ein kleines Scharmützel im großen Patentkrieg gegen Samsung verloren. Der koreanische Rivale darf ein älteres Smartphone-Modell nun doch wieder in den USA anbieten, weil ein Berufsgericht in Washington ein vorläufiges Verkaufsverbot aufgehoben hat. Doch obwohl das nur wenige Nutzer davon abhalten dürfte, sich ein iPhone zuzulegen, verlor die Apple-Aktie nach der Entscheidung zunächst deutlich. Denn das Verfahren zeigt, wie mühsam es für den iKonzern ist, sich juristisch gegen die wachsende Konkurrenz zu schützen.
Im aktuellen Verfahren geht es um Gerät, für das Käufer sicher nicht mehr Schlange stehen: das Galaxy Nexus, seit Herbst 2011 im Handel. Samsung hat seitdem bereits etliche neue Geräte auf den Markt gebracht, darunter das neue Flaggschiff Galaxy S3. 20 Millionen Stück hat der Konzern in den den ersten drei Monaten verkauft. Am Donnerstag stellte er außerdem das Galaxy S3 Mini vor, eine abgespeckte Variante. Er könnte locker auf das Galaxy Nexus verzichten, ohne dass es ihm die Bilanz verhagelt. „Samsung ist breit aufgestellt, das große Portfolio ist ein Pfund im Wettbewerb gegen Apple“, sagt Rüdiger Spies, Analyst beim IT-Marktforschungsunternehmen IDC.
Den Grundstein des Konzerns legte der Südkoreaner Lee Byung Chul bereits 1938 mit gerade einmal 25 US-Dollar in der Tasche. Er verkaufte Trockennahrung nach China. Nur ein Jahrzehnt später hatte sein anfangs kleines Unternehmen bereits eigene Getreidemühlen und Maschinen zur Herstellung von Konfekt.
1963 kauft das Unternehmen die Dongbang Lebensversicherungen auf und macht sie zur heutigen Samsung Lebensversicherung. Die Tochtergesellschaft und größter Versicherer in Südkorea ist führend bei den Aktien von Samsung Electronics.
1970 beginnt das Unternehmen Schwarz-weiß-Fernseher zu produzieren. Nur vier Jahre später erweitert es seine Palette um Waschmaschinen und Kühlschränke.
Nach dem Tod von Firmengründer Lee Byung Chul 1987 übernimmt dessen Sohn Lee Kun Hee die Geschäfte.
1999 entwickelt das Unternehmen das erste Smartphone mit Internetverbindung. Bis 2004 verkaufen sie allein in den USA 20 Millionen Handys.
2006 wird Samsung der weltgrößte Hersteller von Fernsehgeräten. 2008 übernimmt der Konzern auch die Führung auf dem US-amerikanischen Handy-Markt.
Samsung Electronics verkauft monatlich mehrere Millionen LCD Bedienungsfelder, Chips und Displays für Notebooks. Fast acht Prozent davon gehen an Apple.
Im aktuellen Streit geht es aber nicht um ein Produkt, sondern mehr: Er ist Teil eines weltweiten Patentkrieges, den die Hersteller von Smartphones und Tablet-Computern ausfechten. Es geht um Marktanteile und Milliardenumsätze, gerade bei Apple und Samsung. Der eine hat das Smartphone in seiner heutigen Form erfunden und zum Lifestyle-Produkt gemacht; der andere den Markt aufgerollt. Allein die beiden Konzerne streiten sich in rund 50 Verfahren.
Der vor einem Jahr verstorbene Apple-Gründer Steve Jobs hatte die Auseinandersetzung mit Samsung und anderen Herstellern in Gang gesetzt, weil er Geräte mit dem Google-Betriebssystem Android für abgekupfert hielt. Das Android-Lager konterte mit Gegenklagen; so geht Samsung wegen der Mobilfunktechnologie LTE gegen das kürzlich vorgestellte iPhone 5 vor.

Ein guter Artikel.
Mittlerweise beachte ich diese Firma nur noch wegen ihrer Patentstreitigkeiten und nicht mehr wegen ihrer Produkte.
Es stimmt schon, dass Apple mit weniger Kosten davon kommen würden, falls sie sich mit der Konkurrenz anders einigen könnte. ABER das wäre auch das beschleunigte Ende von Apple.
Die Konkurrenz schläft doch nicht. Samsung bietet eine viel größere Palatte an Smartphones und ist auch unglaublich erfolgreich damit. Für jedermann etwas. Android läuft auf Geräten von tausenden Herstellern. Auf lange Sicht ist es unmglich für Apple sich gegen diesen Sturm zu wehren.
Eine Einigung würde doch nicht zu einer Co-Existenz führen. Android und Ios beanspruchen die selbe Nische. Es würde alles nur beschleunigen. Daher sind diese Patentgefechte Apple's letzte Hoffnung.
Das was wir hier sehen ist aber nur der Anfang vom Ende des Apple Konzerns. Statt des ständigen Streitens hätte sie bessere Telefone bauen müssen. Die Konkurrenz auf Abstand halten durch Technik. Das wäre eine gute Taktik gewesen. Apple ist in meinen Augen das neue Nokia.

Wer will den knarzenden Plastik Schrott von Samsung, einer Firma, die die Kunden verarscht wo es nur geht? Schon mal mit dem Samsung Support Kontakt aufgenommen? Viel Spaß dabei, schlimmer geht's nicht.

Wenn ein Unternehmen sich auf die Verteidigung seiner im Markt befindlichen Produkte konzentriert, hat es seinen Zenit überschritten. Apple ist mit seinen verbissenen Rechtsstreitigkeiten überall in der Welt einen Weg gegangen, der es vom Pfad der Innovation und bahnbrechenden Ideen ablenkt. Mehr noch: mit dem Schwerpunkt auf Design hat sich Apple selbst mehr limitiert als seine Wettbewerber, die es bekämpft. Das iPhone 5 mag ein Hinweis darauf sein. Mit dem Weggang von Google Maps und die Aufnahme eines nicht vorzeigbaren Mapprogramms offenbart Apple eine Schwäche, die Animositäten über Qualität stellt. Damit hat Apple seinen strahlenden unbefleckten Nimbus verloren und große Verbraucherschichten werden sich Samsung zuwenden, das nun beste Produkt im Markt: Samsung ist schneller, ist Voll-G4 kompatibel in allen Netzen, bietet nun das beste Map-Programm und ermöglicht SD-Karten Speichererweiterung. Das alles sind Features, die nutzerfreundlich sind. Apple bringt sich damit in die Ecke Luxus - Lifestyle und verliert die Positionierung des technologisch führenden Schrittmachers. Das wird sich auch auf die Tabletts auswirken. Nicht sofort, aber nach und nach.
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