Pay-TV
Sky dämmt Jahresverlust ein

351.000 neue Abos hat der Sender 2012 verkauft – und damit seinen Jahresverlust deutlich verringert. Das Minus liegt „nur“ im zweistelligen Millionenbereich. Eine Kapitalerhöhung soll frisches Geld in die Kasse spülen.
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FrankfurtDer Bezahlfernsehsender Sky ist im vergangenen Jahr den schwarzen Zahlen ein großes Stück nähergekommen. Der operative Verlust (Ebitda) habe 2012 auf 48 Millionen Euro bis 58 Millionen Euro eingedämmt werden können, teilte Sky am Montag auf Basis vorläufiger Zahlen mit. Im Jahr 2011 hatte das Münchner Unternehmen mit 155,5 Millionen Euro noch drei Mal so viel Miese eingefahren. Sky begründet den rückläufigen Verlust mit seinen Erfolgen bei den Fernsehzuschauern: Im vergangenen Jahr unterschrieben neu 351.000 TV-Kunden - insgesamt standen Ende 2012 rund 3,36 Millionen Abonnenten in der Kartei. Die Zahlen zum Kundenstand waren vor einer Woche vorgestellt worden.

Die Ertragswende hat Sky für 2013 geplant und erwartet einen operativen Jahresgewinn. Wann auch unter dem Strich ein Überschuss stehen soll, ließ Sky bislang offen. Der Anfang der 1990er-Jahre gegründete und früher als "Premiere" bekannte Sender hat bisher erst einmal ein Jahr mit Gewinnen abgeschlossen. Vergangenes Jahr schrieb der Sender bereits zwei Quartale lang operativ schwarze Zahlen.

Medienmogul Rupert Murdoch war vor fünf Jahren bei Sky eingestiegen und hat den einst maroden Fernsehbetreiber mit insgesamt 1,6 Milliarden Euro aufgepäppelt. Vergangene Woche sicherte sich der umtriebige Australier endgültig die Macht und stockte seine Beteiligung auf 54,5 Prozent auf - zuvor hatte er über seinen Medienkonzern News Corp ("Fox TV", "Wall Street Journal") knapp die Hälfte der Sky-Aktien gehalten. Dafür nimmt der 81-jährige 374 Millionen Euro in die Hand. Zusammen mit einem zweiten Aktiendeal sollen Sky insgesamt 438 Millionen Euro zufließen. Die Transaktionen sind Kernpunkte einer komplexen Neufinanzierung, mit der Sky noch stärker an News Corp gebunden wird. Aus dem einst unabhängigen Unternehmen wird so ein Ableger des New Yorker Medienriesen. News Corp war im Sommer 2011 wegen eines Abhörskandals bei seinem einstigen Boulevard-Blatt "Sun" in Großbritannien wochenlang in den Schlagzeilen.

Einen kleinen Teil der Neufinanzierung bringt Sky nun mit der Veröffentlichung der Details zu einer Kapitalerhöhung in Gang. Die Firma werde ihren bestehenden Aktionären bis zu 20,4 Millionen neue Namensaktien aus genehmigtem Kapital anbieten, um Bruttoerlöse von bis zu 91 Millionen Euro zu erzielen. Das Bezugsverhältnis betrage 42:1 - Aktionäre von Sky haben somit das Recht, für 42 bestehende Aktien, die am Stichtag (21. Januar 2013 abends) gehalten werden, eine neue Aktie zu erwerben. Der Bezugspreis pro Aktie wurde auf 4,46 Euro festgelegt. Die Sky-Aktien fielen um 5,3 Prozent auf 4,50 Euro - im vergangenen Jahr hatten sie noch zu den Überfliegern im MDax gezählt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Ummm... Abhörskandal bei der 'Sun'? Doch wohl eher 'News of the world'!

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