Pay-TV: Sky möchte mal Gewinn machen

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Sky möchte mal Gewinn machen

Erst einmal hat Sky, vormals Premiere, mit schwarzen Zahlen abgeschlossen. Finanzvorstand Tomsic verspricht nun für 2013 Gewinne. Im letzten Jahr sei der Betriebsverlust bereits um 42 Prozent gesenkt worden.
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Der chronisch defizitäre Pay-TV-Sender Sky Deutschland will endlich aus den roten Zahlen kommen. 2012 werde sich das operative Ergebnis (Ebitda) signifikant verbessern, 2013 solle es dann positiv sein, bekräftigte Finanzchef Steve Tomsic am Dienstag auf der Hauptversammlung in München. 2011 war der Betriebsverlust um 42 Prozent auf 155 Millionen Euro reduziert worden. Der Anfang der 1990er-Jahre gegründete und früher als „Premiere“ bekannte Sender hat bisher erst einmal ein Jahr mit schwarzen Zahlen abgeschlossen.

Zur viel beachteten Rechte-Ausschreibung für die Fußball-Bundesliga wollte sich Vorstandschef Brian Sullivan nicht so recht äußern. Er dürfe die Auktion nicht kommentieren, sagte er am Rande der Aktionärsversammlung zu Journalisten. Die Bundesliga-Rechte - es geht um die ab der Saison 2013/14 - sind für Sky Deutschland extrem wichtig, um weiter Kunden anzulocken.

Vor den Aktionären in München sagte Sullivan nur: „Bei Sky dreht sich alles um exklusive und hochqualitative Inhalte.“ Für Fußballfans sei Sky der einzige Anbieter, der die Bundesliga- und Champions-League-Spiele live zeige.

Allerdings ist die Konkurrenz dieses Mal schärfer, unter anderem durch eine Offerte der Deutschen Telekom, und die Liga kann so vermutlich höhere Preise durchsetzen, was Sky schmerzhaft spüren dürfte. An der Börse stand die Sky-Aktie in den vergangenen Wochen immer wieder unter Druck: Am Dienstag fielen die Papiere um 2,5 Prozent auf 1,90 Euro. LBBW-Analyst Ralph Szymczak sagte, Sky werde die Rechte nicht zum Schnäppchenpreis bekommen, wenn die Exklusivität nicht sogar verloren gehe.

Im Schnitt nimmt die Liga bisher 412 Millionen Euro pro Spielzeit für die TV-Rechte ein. Sky Deutschland, kontrolliert vom Medienmogul Rupert Murdoch und seinem Unternehmen News Corp, ist mit 250 Millionen Euro dabei der größte Zahlmeister.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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