Paypal Bezahldienst spürt Konkurrenzkampf

Der kalifornische Internet-Dienst PayPal konnte im vergangenen Quartal Umsatz und Gewinn deutlich steigern und gab einen Überschuss von 390 Millionen Dollar bekannt. Der Vorsprung auf die Konkurrenz wird aber geringer.
Update: 27.01.2017 - 11:06 Uhr Kommentieren
PayPal-Logo macht das Bezahlen im Internet leicht für seine Kunden. Quelle: dpa
PayPal Quartalszahlen

PayPal-Logo macht das Bezahlen im Internet leicht für seine Kunden.

(Foto: dpa)

San JoseDer Internet-Bezahldienst PayPal setzt seinen Wachstumskurs fort. Wegen des verschärften Konkurrenzkampfes rechnet das US-Unternehmen dabei aber mit einem gebremsten Tempo. Dank eines anhaltenden Kundenzuwachses steigerte die frühere Ebay -Tochter den Umsatz im vierten Quartal 2016 binnen Jahresfrist um 17 Prozent auf drei Milliarden Dollar. Weil der Kampf um Kunden aber immer härter wird, kalkuliert das Management im laufenden ersten Quartal 2017 lediglich mit einer Steigerung von mindestens zwölf Prozent. Daher müsse das Unternehmen mehr investieren, um seine Angebote auszubauen, sagte PayPal-Chef Dan Schulman. Das werde die Gewinnentwicklung verlangsamen. Dies schreckte Anleger ab: Die Aktie gab im nachbörslichen US-Handel mehr als zwei Prozent nach.

Zum Jahresende legte der Überschuss auch dank des wichtigen Weihnachtsgeschäfts um 6,3 Prozent auf 390 Millionen Dollar zu. Die Zahl der aktiven PayPal-Kundenkonten stieg um zehn Prozent auf 197 Millionen. Um den Vorsprung vor der Konkurrenz zu halten, würden Investitionen immer wichtiger, sagte Schulman. Die mobilen Geräte veränderten den Einzelhandel völlig. "Die Digitalisierung von Zahlungen nimmt immer schneller zu."

Das sind die größten Internetunternehmen der Welt
Platz 10: Salesforce
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Das Unternehmen bietet Cloud-Dienste für Unternehmen und ist damit sehr erfolgreich: Zuletzt erhöhte der SAP-Rivale seine Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr auf 8,2 Milliarden Dollar.

Börsenwert: 57 Milliarden US-Dollar*

*Stand: Mai 2016

Platz 9: Ant Financial
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Ant Financial gehört zum chinesischen Firmenkonglomerat Alibaba. Der Konzern betreibt die Bezahl-Plattform Alipay, die –ähnlich wie Paypal– die Abwicklung des elektronischen Zahlungsverkehrs ermöglicht. Die Credit Suisse schätzt, dass rund 58 Prozent der Online-Zahlungen in China über die Plattform laufen.

Börsenwert: 60 Milliarden Dollar

Platz 8: Baidu
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Das chinesische Google-Baidu gehört zu den fünf am häufigsten aufgerufenen Webseiten der Welt. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von rund 10,3 Milliarden Dollar. Fünf Jahre vorher waren es gerade einmal rund 1,2 Milliarden Dollar. Das rasante Wachstum hat Baidu in den Kreis der größten Internetunternehmen der Welt katapultiert.

Börsenwert: 62 Milliarden Euro

Platz 7: Uber
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Der Fahrtendienst Uber hat noch immer mit viel Gegenwind zu kämpfen. Wegen des vielerorts festgeschriebenen Taxi-Monopols bekommt Uber keinen Fuß in viele Märkte – auch in Deutschland nicht. Dennoch wird an den Aktienmärkten Uber bereits mit einem zweistelligen Milliardenbetrag bewertet. Und das obwohl das Unternehmen überhaupt keinen Gewinn schreibt. Im zweiten Quartal 2014 stand bei Uber ein Verlust von 109 Millionen Dollar.

Börsenwert: 63 Milliarden Dollar

Platz 7: Priceline
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Immer mehr Menschen buchen ihren Urlaub über das Internet. Portale wie Priceline machen damit ein gutes Geschäft. 2015 wuchs der Umsatz auf 9,2 Milliarden Dollar. Damit ist Priceline das größte Online-Buchungsportal der Welt.

Börsenwert: 63 Milliarden Dollar

Platz 6: Alibaba
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1999 hat Jack Ma die Website alibaba.com ins Leben gerufen. Nur sechs Jahre später beteiligte sich Yahoo mit 40 Prozent an Alibaba. 2014 ging Ma mit dem Unternehmen an die New Yorker Börse. Beim Börsengang konnten Aktien im Wert von fast 22 Milliarden Dollar verkauft werden, womit das Alibaba-IPO eines der größten der Welt war. Das Internetunternehmen hat Ma zum Multimilliardär gemacht. Forbes schätzt sein Vermögen auf knapp 23 Milliarden Dollar.

Börsenwert: 205 Milliarden Dollar

Platz 5: Tencent
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Tencent ist eine Art Internetmischkonzern. Der chinesische Konzern ist in den Geschäftsfeldern, Sofortnachrichtendienste, soziale Netzwerke, Online-Medien, Internet-Mehrwertdienste, Online-Games und Online-Handel tätig. 1998 gegründet ging Tencent mit einem Instant Messenger an den Start, der das Unternehmen zum ersten Internetkonzern Chinas machte, der einen Gewinn erzielen konnte. Seitdem ist der Wert von Tencent kontinuierlich gestiegen.

Börsenwert: 206 Milliarden Dollar

PayPal profitiert seit längerem vom zunehmenden Handel im Internet. Der Konzern wickelt schon seit Ende der 90er-Jahre Online-Zahlungen ab. Der Wettbewerb wird aber härter. Nicht nur aufstrebende neue Anbieter buhlen um Kunden, auch Technologie-Riesen wie Apple, Amazon und Google bieten eigene Systeme an. Banken mischen ebenfalls mit. So haben die deutschen Geldhäuser 2015 den Bezahldienst Paydirekt gestartet. Größere Konkurrenz droht PayPal auch durch den chinesischen Online-Händler Alibaba. Dessen Ableger Ant Financial kaufte soeben für rund 900 Millionen Dollar den US-Zahlungsabwickler MoneyGram, um seine internationale Expansion voranzutreiben.

PayPal wurde 2015 vom Online-Auktionshaus Ebay abgespalten. Die ehemalige Mutter versucht ebenfalls über Investitionen, den Anschluss an Amazon nicht zu verlieren und sich der Internet-Expansion klassischer Einzelhändler zu erwehren. Im vierten Quartal konnte Ebay ebenfalls Umsatz und Gewinn steigern.

  • rtr
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