Paypal-Konkurrent
Machtkampf bei Clickandbuy

Beim Schweizerischen Onlinezahlungsservice Clickandbuy.com ist ein Machtkampf zwischen dem Gründer und Verwaltungsratspräsdenten der Schweizer Holding, Norbert Stangl, und dem Vorstand ausgebrochen.

DÜSSELDORF. Nach Informationen der » Wirtschaftswoche will Stangl die Vorstände Rainer Schmitt, Eberhard Dollinger und Frank Brinker entlassen. Das habe er in einer E-Mail den Mitarbeitern mitgeteilt. Die Vorstände sollen "unter Einflussnahme eines Investors“ auf Entmachtung Stangls und Verkauf des Unternehmens hingearbeitet haben. Die Unternehmen wollten sich auf Anfrage nicht äußern.

Clickancdbuy.com ist der bedeutendste europäische Onlinezahlungsdienst und Konkurrent der Ebay-Tochter Paypal aus den USA. Neben 3i, die nach Handelsblattinformationen mit rund 20 Prozent an Clickandbuy beteiligt sind, sind noch T-Online Ventures mit rund zehn Prozent beteiligt sowie Intel Capital.

Zu dem Zerwürfnis ist es nach Informationen des Handelsblatts gekommen, nachdem es nicht gelungen war, nach dem Einstieg von T-Online auch die Web-Zahlungsdienste des gesamten Telekom-Konzerns an Land zu ziehen. Das hätte Clicandbuy noch 2007 in die Gewinnzone gebracht und einen schnellen Börsengang ermöglicht, so Branchenkreise. Die Telekom nutzt weiter ihren Service "T-Pay“, nur T-Online-Dienste wie "Musicload“ nutzen Clickandbuy.

Daraufhin habe 3i die Geduld verloren und auf einen Verkauf gedrängt, um einen schnellen Gewinn zu realisieren. Aufgrund einer lukrativen vertraglich vereinbarten "Liquidationspräferenz“ würde 3i zuerst seinen gesamten Einsatz – 20 Mill. Euro – wiederbekommen und danach noch seinen Anteil am verbleibenen Erlös, heißt es. Das mache einen Austieg auch in der derzeitigen Lage für 3i schon hochprofitabel.

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